DIE ZEIT: Herr Filipenko, Sie wurden in der belarussischen Hauptstadt Minsk geboren, Ihre Mutter ist Russin, Ihr Vater Ukrainer. Sie verstehen sich als belarussischer Autor, schreiben aber auf Russisch. Warum?

Sasha Filipenko: Dass ich auf Russisch schreibe, war immer selbstverständlich für mich. Ich bin in Minsk aufgewachsen und habe dort eine belarussische Schule besucht. Aber mein Umfeld war immer russischsprachig. Das ist die Sprache, in der ich träume, Witze mache und mit Leuten auf der Straße spreche. Obwohl ich auch sehr gut Belarussisch spreche.