Anton Hofreiter: "Panzer-Toni ist kein schöner Spitzname"
Der Grünen-Politiker Anton Hofreiter spricht über sein Fremdeln mit dem Pazifismus, weitere Waffenlieferungen an die Ukraine und seine Enttäuschung, nicht Minister geworden zu sein.
Anton Hofreiter wurde nach der Bundestagswahl 2021 als möglicher Minister gehandelt, letztendlich wurde er jedoch nicht Teil des Kabinetts. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine hat er sich intensiv mit Kriegswaffen beschäftigt und setzt sich vehement für Waffenlieferungen an die Ukraine ein. Hofreiter betont, dass es ihm dabei um die Sache geht und nicht um persönliche Enttäuschungen. Trotzdem wird ihm vorgeworfen, aus Rache gehandelt zu haben. Er plädiert für eine konfrontativere Haltung gegenüber autoritären Regimen wie Russland und China und fordert eine schnellere Unterstützung der Ukraine mit Waffen.
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DIE ZEIT: Herr Hofreiter, nach der Bundestagswahl 2021 wurden Sie bereits als neuer Minister gehandelt, im Ressort Landwirtschaft oder Verkehr oder Umwelt. Aber daraus wurde dann nichts. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine haben Sie so viel Wissen über Kriegswaffen angehäuft, dass Sie inzwischen auch für das Verteidigungsministerium infrage kämen, oder?
Anton Hofreiter: Ich habe mich auf diesem Gebiet sehr, sehr tief eingearbeitet, ja. Das war eine Folge des russischen Überfalls, außerdem eine Folge meiner neuen Rolle als Vorsitzender des Europaausschusses im Bundestag. Und auch eine Folge der heftigen Auseinandersetzungen, die wir in Europa, in Deutschland und innerhalb der Regierungskoalition geführt haben. Eine zentrale Frage war von Beginn an: Wie viele und welche Waffen bekommt die Ukraine? Ich habe mich intensiv mit Militärtechnik beschäftigt, aber das habe ich ja nicht gern gemacht. Ich sah mich gezwungen, mich damit auseinanderzusetzen.