DIE ZEIT: Herr Steinbeis, Thüringens AfD-Chef Björn Höcke hat für die Landtagswahl in einem Jahr das Ziel ausgerufen, "33 Prozent plus X" zu erreichen. Können Sie sich diese konkrete Zahl erklären?

Maximilian Steinbeis: Daran erkennt man, wie gezielt die Politiker der AfD die Verfassung studieren. Sie wissen, dass darin ein Drittel der Sitze im Parlament als wichtige Schwelle zu mehr Einfluss festgelegt ist.

ZEIT: In Thüringen lag die AfD in den Umfragen zuletzt bei 32 bis 34 Prozent, in einer aktuellen Umfrage für Sachsen kommt sie nun sogar auf 35 Prozent. Möglich also, dass die Partei tatsächlich dieses Ziel erreicht. Aber selbst wenn die AfD damit stärkste Kraft werden sollte: Niemand möchte mit ihr koalieren, sie bliebe wohl in der Opposition.