"Sehr geehrte Fahrgäste, in Gedenken an die Opfer der Terroranschläge in Amerika ruht der Zugverkehr bis 10.05 Uhr." Mit diesen Worten legten die deutschen U- und S-Bahnen 2001, zwei Tage nach dem 11. September, fünf Minuten lang ihren Betrieb still. Die öffentlich-rechtlichen wie die privaten Fernsehsender setzten ihr Programm aus, in den Autowerken wurden Bänder gestoppt, in Gerichten Prozesse unterbrochen. Uefa-Cup- und Champions-League-Fußballspiele wurden in den Tagen nach den Angriffen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon abgesagt. Tausende legten vor den US-Konsulaten Blumen nieder. Der deutsche Islamrat verurteilte die Anschläge als "barbarischen Akt der Unmenschlichkeit", der durch nichts zu rechtfertigen sei. "Heute sind wir alle Amerikaner", titelte eine Zeitung. Die USA waren angegriffen worden, doch gemeint fühlten sich alle, auch die Deutschen.
Reaktionen auf Hamas-Angriff: Dieses Schweigen
Viele Reaktionen auf die Hamas sind seltsam emotionslos, Juden werden bedroht: Deutschland, ich kann es nicht fassen.