DIE ZEIT: Herr Mete, wir haben tagelang vergeblich versucht, einen Vertreter der deutschen Muslimverbände für ein Streitgespräch zu gewinnen. Nach einigem Zögern haben Sie zugesagt. Warum ist es so schwierig, miteinander ins Gespräch zu kommen?

Ali Mete: Die Atmosphäre ist gerade nicht gut für eine sachliche Diskussion. Alles ist sehr emotional, und das verstehe ich. Viele Menschen hier haben Bekannte oder Verwandte in Israel und eine starke historische Beziehung zu diesem Land. Und auch für die Muslime spielen die Region und Palästina ja eine Rolle. Nimmt man all das zusammen, ist klar, warum die Stimmung ist, wie sie ist.