Biennale in Venedig: Die israelische Künstlerin Yael Bartana bricht mit ihrem "Generationenschiff" ins Weltall auf. Was sucht sie dort? Ein Gespräch vor dem Start
Die israelische Künstlerin Yael Bartana plant, auf der diesjährigen Venedig Biennale einen Film vorzustellen, den sie in Berlin gedreht hat. Der Film dreht sich um die Konzepte des Nationalstaates, der Heimat und Identität. Bartana, die aktuell als Stipendiatin an der Kunstresidenz Villa Massimo in Rom lebt, hat bereits 2008 im polnischen Pavillon der Venedig Biennale ausgestellt. Auf der diesjährigen Biennale plant sie, im deutschen Pavillon, der noch von den Nazis errichtet wurde, auszustellen. Sie begründet dies mit ihrer Auseinandersetzung mit historischen und nationalen Narrativen. Darüber hinaus plant Bartana, ein spezielles Raumfahrtsprojekt vorzustellen, das auf den Erzählungen der Kabbala basiert. Sie sieht dies nicht als Eskapismus, sondern als Möglichkeit, die politische Vorstellungskraft zu erweitern.
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Yael Bartana, geboren 1970 in Kfar Jeheskel, Israel, wurde mit Videos, Skulpturen und Fotografien bekannt. In diesem Jahr zeigt sie ihre Kunst auf der großen Biennale in Venedig, im deutschen Pavillon. Seit über einem Jahrzehnt lebt sie in Berlin und Amsterdam, derzeit ist sie Stipendiatin der Kunstresidenz Villa Massimo in Rom. Für einen Dreh des Films, der in Venedig gezeigt wird, ist sie nach Berlin gekommen. Das Gespräch findet in ihrem Atelier in Kreuzberg auf Englisch statt. Sie fühle sich unwohl, wenn sie Deutsch spreche, sagt Bartana. Aber sie versteht es sehr gut, und sogar Wörter wie "Vergangenheitsbewältigung" kommen ihr fließend über die Lippen.