In Berlin herrscht täglich Verkehrschaos, das durch fehlende Radwege, aggressive Verkehrsteilnehmer und hohe Unfallzahlen geprägt ist. Im Gegensatz dazu gilt Kopenhagen als Vorbild für Fahrradfreundlichkeit, mit breiten Radwegen, strengen Regeln und einer hohen Zufriedenheit der Radfahrer. Während Berlin langsam den Ausbau der Fahrradinfrastruktur vorantreibt, hat Kopenhagen bereits fast alle Ziele für den Radverkehr erreicht. Die dänische Hauptstadt zeigt, dass Fahrradfahren ein wichtiger Bestandteil des Verkehrssystems sein kann, der von allen politischen Parteien unterstützt wird. Berlin hingegen scheint noch Angst vor Veränderung zu haben und muss die Fahrradkultur fördern, um das Verkehrschaos zu lösen.
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Als Däne, der täglich mindestens eine Stunde Fahrrad in Berlin fährt, muss ich zunächst eine Beichte ablegen: Natürlich radle ich in Berlin auch gelegentlich über den Zebrastreifen, auf dem Gehweg oder sogar ein Stückchen in die falsche Richtung auf dem Radweg. So machen es ja fast alle Radfahrer in Berlin, auch weil einem schlicht die Radwege fehlen.
Nur: Würden wir in meiner Heimatstadt Kopenhagen so Rad fahren wie in meiner Wahlheimat Berlin, wären wir Radfahrer schnell ein ganzes Stück ärmer. Denn in Kopenhagen wird viel, gern und schnell Fahrrad gefahren, aber eben auch regelkonform. Sonst wird’s teuer. Ein paar Meter über den Gehweg, und du bist 100 Euro los. Beschimpft wirst du ganz sicher auch.