Arbeitete der Kreml daran, ein prorussisches Netzwerk in Brüssel aufzubauen? Recherchen enthüllen Bargeldzahlungen, Kurierfahrten mit Diplomatenkennzeichen und eine Liste mit potenziell käuflichen EU-Abgeordneten.
Belgische Ermittler durchsuchen Büros im Europaparlament im Zusammenhang mit russischer Einflussnahme, wobei Guillaume Pradoura, ein Mitarbeiter eines rechtspopulistischen Abgeordneten, ins Visier genommen wird. Die Operation "Vox" zielt darauf ab, Politiker und Parlamentsmitarbeiter zu beeinflussen, um das pro-russische Narrativ in der EU zu stärken. Die Ermittlungen erstrecken sich auf sechs europäische Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Polen, wo ein prorussisches Netzwerk aufgebaut wurde. Die Drahtzieher, darunter Artem Martschewskyi, sollen Gelder aus Moskau erhalten haben, um politische Einflussnahme zu betreiben. Mitglieder des Europaparlaments, darunter die AfD-Politiker Maximilian Krah und Petr Bystron, werden beschuldigt, in die Machenschaften verwickelt zu sein, wobei Bystron eine größere Rolle beim Aufbau des Netzwerks im Parlament zugeschrieben wird.
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Im Herzen Brüssels, wo die Zukunft Europas verhandelt wird, kennen sich die Ermittler schon aus, sie müssen hier neuerdings öfter ausrücken. Am Mittwoch vergangener Woche durchsuchten belgische Fahnder Büros im sechsten Stock des Altiero-Spinelli-Gebäudes des Europaparlaments. Die Razzia im Trakt E, mit seinen langen, schummrigen Fluren und den grauen Teppichböden, richtete sich gegen Guillaume Pradoura. Er ist Franzose und Mitarbeiter eines rechtspopulistischen Abgeordneten aus den Niederlanden. Zeitgleich fanden Durchsuchungen in seiner Wohnung und in seinem Büro in Straßburg statt.