Eine 23-jährige Hamburgerin soll in Budapest Neonazis angegriffen haben. Statt sie vor Gericht zu stellen, wollen die deutschen Behörden sie an Ungarn ausliefern – mit dramatischen Folgen.
Seit Februar 2023 halten sich Sarah und acht weitere junge Deutsche, darunter auch Sarah, versteckt, da sie in Budapest Neonazis angegriffen haben sollen. Die deutschen Behörden wollen sie nach Ungarn ausliefern, wo ihnen bis zu 24 Jahre Haft drohen. Die Eltern von Sarah, Hermann und Birgit W., leben seitdem in Angst um ihre Tochter. Die deutschen Ermittlungsbehörden lehnen eine Lösung ab, die eine Rückkehr der Untergetauchten ermöglichen würde. Ein Ausweg könnte möglicherweise das Bundesverfassungsgericht bieten, indem es über die Auslieferung von Maja T. nach Ungarn entscheidet. Bis dahin bleibt die Situation für die betroffenen Eltern und die Untergetauchten ungewiss.
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Besonders schlimm sei es immer, wenn das Handy klingelt. Jedes Mal der erste Gedanke: Jetzt ist es passiert. Jetzt kommt sie, die Nachricht, vor der sich Hermann und Birgit W. seit eineinhalb Jahren fürchten: dass ihre Tochter gefunden und verhaftet wurde.
Der wahre Name und auch viele Details, die sie identifizierbar machen würden, sollen nicht publik werden, in diesem Artikel soll sie darum Sarah heißten. Sarah, 23 Jahre alt, ist in Hamburg geboren und aufgewachsen. Die Eltern haben sie Weihnachten 2022 zum letzten Mal gesehen. Seit Februar 2023 hält sie sich versteckt, so wie acht weitere junge deutsche Männer und Frauen, die meisten aus Jena und Leipzig. Nach ihnen wird mit Europäischem Haftbefehl gesucht.