In Europa wird über die Notwendigkeit, wehrhaft zu werden und ob man überhaupt kämpfen will, diskutiert. Politiker, Kolumnisten und der Bundespräsident fordern mehr Engagement und Souveränität der Bürger, sei es durch Dienstpflicht oder Kriegsbereitschaft. Der Autor hinterfragt diese Forderungen kritisch und weist darauf hin, dass die Interessen der Bürger und ihres Staates oft auseinanderfallen. Er kritisiert die Verklärung von Staat und Bürger als untrennbares Ganzes und betont, dass im Krieg das Leben der Bürger oft für die Sicherheit der politischen Herrschaft geopfert wird. Die nationalistische Idee eines homogenen Volkes, das einheitlich die Interessen der Herrschaft vertritt, wird als Relikt dunkler Zeiten betrachtet.
Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.
Wie, wir sollen wehrhaft werden? Und: Wollen wir überhaupt kämpfen? Diese Fragen stellt man sich überall in Europa. DIE ZEIT und ZEIT ONLINE haben deshalb unterschiedliche Autorinnen und Autoren gebeten, darüber nachzudenken. Den Anfang macht der 26-jährige Podcaster und Autor Ole Nymoen.
"Ich laß mir den Krieg von euch nicht madig machen. Es heißt, er vertilgt die Schwachen, aber die sind auch hin im Frieden. Nur, der Krieg nährt seine Leut besser." Mit diesen ehrlichen Worten will Bertolt Brechts Mutter Courage ihrem Publikum die Vorzüge des Krieges schmackhaft machen – Vorzüge, die sich zumindest für diejenigen einstellen, die an ihm verdienen.