In deutschen Kitas ist die Schulreife ein umstrittenes Thema, obwohl der Staat viel Geld für die Betreuung ausgibt. Viele Kinder kommen mit schlechten Deutschkenntnissen in die Schule, da die Kita-Pädagogik sich weniger auf Bildung konzentriert. Eine Expertise zeigt, dass die Sprachförderung in deutschen Kitas mangelhaft ist, besonders bei Kindern mit Migrationshintergrund. Die Diskussion um Qualitätsstandards in Kitas ist schwierig, da die Autonomie der Träger groß ist. Es gibt jedoch positive Ansätze wie verbindliche Deutschtests für Vorschüler und Programme zur frühen Sprachbildung.
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Was sollte jedes Kind am Ende der Kita-Zeit können? Wenn es sich also am letzten Tag von seiner Erzieherin verabschiedet, Mama die Wechselwäsche und die Gummistiefel mit nach Hause nimmt und die Mappe mit gesammelten Dino-Zeichnungen der vergangenen Jahre? Das Ziel ist die Schulreife. Eine Selbstverständlichkeit, würde man meinen. Doch in vielen deutschen Kitas ist das S-Wort ein Tabu.
Das fällt besonders auf, wenn Gäste aus dem Ausland kommen. Vor einiger Zeit waren Schulleiter aus den USA zu Besuch bei der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission, dem obersten Beratungsgremium der deutschen Bildungsminister. Ein Thema: die Situation der Vorschule in beiden Ländern. Mit Neid erfuhren die Besucher, dass der deutsche Staat pro Jahr deutlich mehr Geld pro Kind in der Kita ausgibt als für einen Schüler. Dass mehr als 90 Prozent der über Dreijährigen in einer Kita sind, auch deshalb, weil jedes Kind hierzulande Anspruch auf einen – häufig kostenfreien – Betreuungsplatz hat.