Eine ZEIT-Umfrage ergibt: Eine klare Mehrheit in Deutschland wünscht sich eine restriktivere Migrationspolitik – auch aus Sorge vor einem Erstarken des Rechtsradikalismus
Eine repräsentative Studie zum Thema Migration zeigt, dass eine überwältigende Mehrheit von 82 Prozent der Befragten eine Einschränkung der Zuwanderung befürwortet, wobei im Osten Deutschlands der Anteil mit 84 Prozent noch etwas höher liegt. Sorgen bereiten den Deutschen vor allem mögliche Anstiege von Kriminalität und Sozialausgaben sowie ein Erstarken des Rechtsextremismus. Die Mehrheit ist gegen eine uneingeschränkte Zuwanderung bei wirtschaftlichen Fluchtgründen, aber befürwortet die Anwerbung ausländischer Fachkräfte. Nur 22 Prozent finden, dass Deutschland eine besondere Verantwortung hat, Flüchtlinge aufzunehmen. Insgesamt zeigt die Studie einen deutlichen Vertrauensverlust der Deutschen in die politisch Handelnden, da sie mehr Maßnahmen zur Begrenzung der Zuwanderung fordern.
Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.
Bei fast allen Befragungen der vergangenen Monate zur Stimmung und den wichtigsten Themen aus Sicht der Bevölkerung spielte Migration eine zentrale Rolle. In den politischen Debatten berufen sich Politiker aller Parteien gerne darauf, was "die Menschen" wollen, was sie bewegt.
Wir wollten wissen: Was denken die Bürger genau über Zuwanderung und Asyl? Welche Maßnahmen zur Integration Geflüchteter überzeugen sie, welche vermissen sie? Was genau macht ihnen Sorgen und wie offen ist das Land heute, fast zehn Jahre nach 2015, für welche Arten von Zuwanderung?