Die Gläubiger des insolventen Suhrkamp Verlags haben den Sanierungsplan für das traditionsreiche Unternehmen angenommen. In allen drei Gläubigergruppen habe es eine klare Mehrheit für das Konzept gegeben, sagte der gerichtlich bestellte Sachwalter Rolf Rattunde der Nachrichtenagentur dpa nach der nicht öffentlichen Sitzung.

Die Entscheidung ist noch nichts rechtskräftig. Der Minderheitsgesellschafter Hans Barlach, der sich seit längerm in einem Rechtsstreit mit der von Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz geführten Familienstiftung befindet, kann in einem späteren Verfahren Berufung einlegen.

Verlegerin Unseld-Berkéwicz will den Suhrkamp Verlag durch die Insolvenz von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umwandeln. Dadurch verlöre Barlach weitreichende Mitspracherechte.