Rechtzeitig vor Ablauf der Frist des UN-Sicherheitsrats am Freitag ist das syrische Chemiewaffenarsenal unter Verschluss gebracht. Fast 1.300 Tonnen chemischer Waffen und Kampfstoffe seien sicher versiegelt und auch die letzten Produktionsstätten zerstört, teilte die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) mit.  

"Alle Chemikalienlager und alle Chemiewaffen sind versiegelt – mit Siegeln, die nicht gebrochen werden können", sagte OPCW-Sprecher Christian Chartier. Sie hätten Bestände im Umfang von 1.000 Tonnen Chemikalien, 290 Tonnen Chemiewaffen und 1.230 Einheiten Munition erfasst, die mit Chemikalien hätten bestückt werden können.

OPCW-Inspekteure suchten den Angaben zufolge 21 von 23 Standorten auf, die von der syrischen Regierung als Teil des C-Waffen-Programms aufgelistet worden waren. Die beiden "aus Sicherheitsgründen" nicht inspizierten Standorte seien nach Angaben aus Damaskus "aufgegeben worden". Die dortigen Bestände seien an Standorte gebracht worden, die die OPCW-Inspekteure besucht hätten.

Syrien hält sich an die UN-Frist

Der Exekutivrat der OPCW soll nun am 5. November über das weitere Vorgehen beraten. Der UN-Sicherheitsrat hatte im September die Zerstörung aller syrischen Chemiewaffen angeordnet; Die Regierung in Damaskus erklärte sich einverstanden. Die Experten der UN und der OPCW waren im Oktober in Damaskus eingetroffen und hatten zunächst das syrische C-Waffen-Arsenal erfasst.