In Hannover ist das zweite Flugzeug mit syrischen Flüchtlingen eingetroffen. An Bord waren nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums 106 Flüchtlinge, darunter mehrere Kinder. Sie werden zunächst in das Durchgangslager Friedland bei Göttingen gebracht, wo ihnen erste Kenntnisse über Sprache und Land vermittelt werden. Danach sollen sie auf die Bundesländer verteilt werden. Mitte September waren in Hannover die ersten 107 von insgesamt 5.000 Syrern eingetroffen, die der Bund gezielt aus der Krisenregion holt. Die übrigen Flüchtlinge sollen in den kommenden Monaten folgen.

Menschenrechtsorganisationen und die Opposition kritisieren die deutsche Aufnahmebereitschaft als unzureichend. Die Länder haben die Aufnahme zusätzlicher Flüchtlinge aus Syrien genehmigt, sofern diese zu Verwandten ziehen, die bereits in Deutschland leben.   

Die syrischen Flüchtlinge kommen im Rahmen eines Sonderprogramms der Bundesregierung nach Deutschland. Seit dem Beginn des Aufstands gegen Diktator Baschar al-Assad sind nach Angaben der UN etwa zwei Millionen Menschen aus Syrien auf der Flucht. Es ist unklar, wie lange die Syrer in Deutschland bleiben dürfen. Zunächst sollen sie eine Aufenthaltserlaubnis für zwei Jahre bekommen.