Die US-Bürger bestimmen bei regionalen Wahlen am Dienstag unter anderem einen neuen Bürgermeister für die Millionenmetropole New York. Im Big Apple gibt Michael Bloomberg nach zwölf Jahren das Amt ab. Als Favorit gilt der liberale Demokrat Bill de Blasio, der vor allem sozialen Ausgleich verspricht. Darüber hinaus werden Gouverneure in New Jersey und Virginia gewählt.

In New Jersey lag in Umfragen für die Gouverneurswahl der republikanische Amtsinhaber Chris Christie vorn, der auch als möglicher Präsidentschaftsbewerber für 2016 gehandelt wird. Seine demokratische Gegenkandidatin Barbara Buono ist kaum bekannt und hat wohl wenig Chancen.

In Virginia sah es vor Wahlbeginn umgekehrt aus: Der Demokrat Terry McAuliffe lag vor dem Republikaner Ken Cuccinelli, einem Vertreter der konservativen Tea-Party-Bewegung. Ihm hatten der erbitterte Haushaltsstreit in Washington und ein politischer Skandal in Virgina geschadet. Dem bisherigen Gouverneur Bob McDonnell von den Republikanern wurde vorgeworfen, teure Geschenke angenommen zu haben. McDonnell darf wegen Amtszeitbeschränkungen selbst nicht mehr antreten.

Der Ausgang der Wahlen in beiden US-Staaten gilt als mögliches Signal für die weitere Entwicklung der republikanische Partei, in der Pragmatiker wie Christie gegenüber der Tea Party zunehmend ins Hintertreffen geraten. Für die politische Stimmung im Land hätten die Wahlen aber wenig Aussagekraft, meinen Beobachter.

In den Großstädten Detroit und San Diego werden ebenfalls neue Bürgermeister gewählt.