Das Strafverfahren gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wegen einer falschen eidesstattlichen Versicherung ist vorläufig eingestellt worden. Das teilte das Oberlandesgericht in Hamburg am Montag mit. Der Bischof muss nun eine Geldauflage von 20.000 Euro zahlen. Laut Staatsanwaltschaft hat Tebartz-ban Elst die falschen Aussagen eingeräumt

Am 10. Oktober hatte die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl gegen Tebartz-van Elst beantragt, da er im Zusammenhang mit einem Erste-Klasse-Flug nach Indien falsche Angaben an Eides statt abgegeben haben soll. Zunächst lehnte die Staatsanwaltschaft eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage ab.  

In den vergangenen Wochen war Tebartz-van Elst nicht nur wegen des Erste-Klasse-Flugs unter Druck geraten. Papst Franziskus hatte dem Bischof die Führung der Amtsgeschäfte vorerst entzogen, als bekannt wurde, wie hoch die Baukosten der Bischofsresidenz in Limburg ausfallen. Der Bischof hatte sich daraufhin eine Auszeit im Kloster genommen.