EADS-Chef Tom Enders plant, Tausende Stellen abzubauen. Das steht  im Zusammenhang mit der Zusammenlegung der drei Sparten Airbus Military, Astrium und Cassidian zu der neuen Sparte Airbus Space & Defense. Zahlen will Enders erst am 9. Dezember nennen. Durch den Umbau könnten 20 Prozent der Jobs verloren gehen.

Dass es für die EADS-Belegschaft schmerzhaft wird, hatte Enders bereits angekündigt: "Ohne harte Maßnahmen wird es nicht gehen." Laut dem Konzernchef muss EADS: "wettbewerbsfähiger werden, vor allem auf den europäischen Märkten." 

EADS-Konzernbetriebsrat Rüdiger Lütjen warnte die Konzernführung "sehr deutlich vor Alleingängen und dem Bruch von bereits getroffenen Zusagen".

Die IG Metall fürchtet, dass vor allem der bayerische Standort Manching von Einschnitten betroffen sein wird. Dort baut EADS auch den Kampfjet Eurofighter. Die neue Sparte unterhält auch noch Standorte im spanischen Sevilla, Frankreich, Norddeutschland sowie um München.

Die IG Metall hat für nächste Woche zu mehreren Protestkundgebungen an den EADS-Standorten Hamburg, Bremen und Manching aufgerufen. Betriebsrat Lütjen stellt Enders vor die Entscheidung. "Die Konzernführung hat die Wahl, ob sie den anstehenden Umbauprozess mit uns konstruktiv oder konfrontativ angehen möchte." Aus Arbeitnehmerkreisen hieß es, Enders treffe in der kommenden Woche die Betriebsräte.