Die designierte US-Zentralbankchefin Janet Yellen will die lockere Geldpolitik Ben Bernankes forsetzen. Das machte sie in der Anhörung des Senats zu ihrer Bestätigung deutlich. Trotz Anzeichen einer Erholung sei die US-Wirtschaft noch lange nicht über den Berg, sagte Yellen. Die Märkte reagierten vor allem positiv auf die Andeutung, dass die monatlichen Anleihenkäufe der Zentralbank Federal Reserve System (Fed) fortgesetzt werden sollen.


Die Arbeitslosenrate sei mit 7,3 Prozent noch immer viel zu hoch, auch die Inflation bewege sich unter dem von der Fed anvisierten Ziel von zwei Prozent, sagte Yellen weiter. "Aus diesen Gründen nutzt die Fed ihre geldpolitischen Werkzeuge dazu, eine robustere Erholung zu fördern."

Janet Yellen will bisherigen Fed-Kurs fortführen

Mit ihrer Rede verteidigte sie die Geldpolitik des scheidenden Amtsinhabers Bernanke, den Leitzins auf einem historischen Tief zu halten, um Konsum und Wachstum anzukurbeln. Als derzeitige Vizepräsidentin war Yellen für den Kurs der Fed maßgeblich verantwortlich.

Die 67-Jährige ist seit 2010 stellvertretende Fed-Vorsitzende und die Wunschkandidatin von Präsident Barack Obama für den Chefposten der Zentralbank. Es wird erwartet, dass der Ausschuss und der gesamte Senat der Nominierung Yellens zustimmen. Damit wäre sie die erste Frau an der Spitze in der Geschichte der US-Zentralbank. Bernankes Amtszeit endet am 31. Januar.