Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif rechnet bei den neuen Verhandlungen mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland über das Atomprogramm seines Landes mit "sehr schwierigen" Gesprächen. Dies liege vor allem daran, dass die Eröffnungsrunde nun vorbei sei, schrieb Sarif auf Facebook. 


Die Verhandlungen zwischen Vertreten des Irans und der sogenannten 5+1-Gruppe aus den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats und Deutschland finden in Genf statt. Das zweitägige Treffen ist das zweite Gespräch seit dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani im August.

Irans Außenminister hält schnelle Einigung für erreichbar

Bei dem vorangegangenen Treffen Mitte Oktober, das beide Seiten als konstruktiv bezeichneten, hatte die iranische Regierung einen Zeitplan für die weiteren Verhandlungen vorgelegt und grundsätzlich das Prinzip unangekündigter Kontrollen seiner Atomanlagen akzeptiert. Am Dienstag sagte Sarif, aus seiner Sicht sei eine Einigung in dieser Woche erreichbar.

Westliche Regierungen verdächtigen den Iran seit Jahren, insgeheim an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet das und beharrt auf seinem Recht, Kernenergie friedlich zu nutzen. Der Iran erhofft sich von den Verhandlungen, dass die internationalen Sanktionen aufgehoben werden, die das Land wirtschaftlich belasten.