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Unesco: Wikingerstätten Haithabu und Danewerk zum Weltkulturerbe ernannt

Die Unesco hat zwei Baudenkmäler in Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Der Handelsplatz Haithabu und die Festungsanlage Danewerk seien einzigartige Zeugnisse ihrer Zeit.
Das Gelände der Wikingerstätte Haithabu in Schleswig-Holstein © Carsten Rehder/dpa

Die Unesco hat die Wikingerstätten Haithabu und Danewerk in Schleswig-Holstein zum Weltkulturerbe ernannt. Die Stätten seien ein einzigartiges Zeugnis der Wikingerzeit und ihrer kulturellen Traditionen, teilte das Komitee der UN-Kulturorganisation mit. Insgesamt gehören damit 43 deutsche Baudenkmäler zum Weltkulturerbe.

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"14 Jahre Arbeit an dieser herausragenden Nominierung sind damit erfolgreich zu Ende gegangen", sagte die deutsche Unesco-Chefin Maria Böhmer. Jetzt gelte es, Haithabu und das Danewerk als Erbe der Menschheit zu erhalten. "Die Stätte macht deutlich, dass unsere Geschichte seit jeher vom Handel und Austausch über nationalstaatliche Grenzen hinweg geprägt ist."

Die Befestigungsanlage Danewerk und der Handelsplatz Haithabu gehören zu den bedeutendsten archäologischen Zeugnissen Nordeuropas. Das Danewerk war vom 7. bis zum 12. Jahrhundert die südliche Grenzbefestigung des dänischen Reiches. Die rund 30 Kilometer lange Anlage reichte von Hollingstedt bis Haithabu bei Schleswig. Etwa ein Fünftel der Wälle ist noch erhalten.

Die Wikingersiedlung Haithabu war mit zeitweise bis zu 2.000 Bewohnern einer der wichtigsten mittelalterlichen Siedlungsplätze in Nordeuropa. Die Stadt wurde 1066 zerstört und geriet weitgehend in Vergessenheit. Der Ort wurde seit 1900 archäologisch ausgegraben. 1985 richtete das Land Schleswig-Holstein ein Wikingermuseum ein.

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Die Unesco setzte bei ihrer Sitzung im bahrainischen Manama zudem die viktorianisch-gotischen und Art-déco-Gebäude in der indischen Metropole Mumbai, zwölf christlich geprägte Orte in Japan sowie sieben buddhistische Bergtempel in Südkorea auf die Liste des Weltkulturerbes. Deutschland hofft noch auf eine weitere Eintragung: Am Sonntag soll über die Bewerbung des Naumburger Doms in Sachsen-Anhalt entschieden werden.

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