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Unesco: Naumburger Dom ist Weltkulturerbe

Nach der Wikingersiedlung Haithabu ist auch der Naumburger Dom zum Weltkulturerbe erklärt worden. Für die Bewerbung aus Sachsen-Anhalt war es bereits der dritte Versuch.
Endlich zum Weltkulturerbe erklärt: Der Naumburger Dom © Jan Woitas

Der Naumburger Dom in Sachsen-Anhalt ist zum Weltkulturerbe ernannt worden. Die Weltkulturorganisation beschloss die Aufnahme in die Welterbe-Liste bei ihrer Tagung in Bahrain. Damit gehören nun insgesamt 44 deutsche Baudenkmäler zum Weltkulturerbe.

Für die Bewerbung aus Sachsen-Anhalt war es bereits der dritte Versuch. Zweimal war die Aufnahme des Naumburger Doms samt der hochmittelalterlichen Landschaft an Saale und Unstrut vergeblich beantragt worden, zuletzt im vergangenen Jahr. Jetzt hatte die Bewerbung des Doms Erfolg, jedoch ohne die Kulturlandschaft. Der gotische Dom St. Peter und Paul zählt zu den bedeutendsten Kathedralbauten des europäischen Hochmittelalters. Bekannt ist die heute evangelische Kirche vor allem wegen der lebensgroßen Stifterfiguren des Naumburger Meisters aus dem 13. Jahrhundert. Besonders berühmt unter ihnen ist die Darstellung der Markgräfin Uta von Naumburg.

Zuvor hatte die Unesco bereits die Befestigungsanlage Danewerk und den Handelsplatz Haithabu in Schleswig-Holstein zum Weltkulturerbe ernannt. Sie gehören zu den wichtigsten archäologischen Zeugnissen Nordeuropas. Vom 7. bis zum 12. Jahrhundert sicherte das Verteidigungssystem Danewerk die Grenze des dänischen Reichs. Die nahe gelegene Wikingersiedlung Haithabu war mit zeitweise bis zu 2.000 Bewohnern einer der bedeutendsten mittelalterlichen Siedlungsplätze in Nordeuropa. Die Stadt wurde 1066 zerstört und geriet weitgehend in Vergessenheit. Die Ausgrabungen begannen 1900. Die Stätte sei wegen ihrer reichen archäologischen Funde von wesentlicher Bedeutung für die Erforschung der Wikingerzeit, erklärte die Unesco.

Auch Stätten wie der kolumbianische Nationalpark Chiribiquete, die Kalifat-Stadt Medina Azahara in Spanien und die Waldlandschaft Pimachiowin Aki in Kanada zählen seit Sonntag zum Welterbe. Zudem wurden auch das viktorianische und Art-déco-Ensemble von Mumbai, der prähistorische Fundort Göbekli Tepe in der Türkei, die buddhistischen Bergklöster in Südkorea und die verborgenen christlichen Stätten in der Region Nagasaki in Japan ausgewählt.

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