FacebookFlickrGoogleInstagramTeilenSoundcloudTwitterGefällt mirAntwortenRetweetenYouTubeZEIT ONLINEFacebookFlipboardMailFacebook MessengerPockettwitterWhatsappZ+
Anzeige

Abgasskandal: Verdacht auf Manipulation bei Opel

Der Autohersteller ist zu einer amtlichen Anhörung verpflichtet worden. Einem Bericht zufolge droht Opel eine Rückrufaktion.

Der Autohersteller Opel muss im Dieselskandal wegen der Funktionsweise der Abgasreinigung bei drei Modellen Rede und Antwort stehen. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte, dass es "eine amtliche Anhörung gegen Opel wegen drei Euro-6-Modellen" gebe.

"Vor dem Ergebnis dieser Anhörung kann zur Unzulässigkeit der Abschalteinrichtung noch nichts abschließend gesagt werden", sagte der Ministeriumssprecher. Nähere Angaben dazu und zur Zahl der betroffenen Fahrzeuge machte er nicht. Einem Bild-Bericht zufolge hat Opel zwei Wochen Zeit für eine Stellungnahme an das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Betroffen sind demnach weltweit 60.000 Dieselfahrzeuge der Modelle Cascada, Insignia und Zafira mit der Abgasnorm 6, 10.000 davon in Deutschland.

Anzeige

Die verdächtigen Fahrzeuge sollen laut Bild die Grenzwerte für Stickoxide um mehr als das Zehnfache überschritten haben. Opel sei über den Verdacht informiert und zur Stellungnahme aufgefordert worden. Der Hersteller habe dafür jetzt zwei Wochen Zeit. Die aktuelle Produktion sei nicht betroffen, zitiert die Zeitung Unternehmerkreise.

"Offene Verfahren, die vor mehr als zwei Jahren begonnen haben, können wir nicht kommentieren", sagte ein Opel-Sprecher der Zeitung. "Wir möchten daran erinnern, dass Opel bereits im Dezember 2015 Verbesserungspotenzial erkannte und eine Technologieinitiative für mehr Transparenz, Glaubwürdigkeit und Effizienz zum Vorteil der Kunden gestartet hat", erklärte der Sprecher. "Ein Teil dieser freiwilligen Maßnahmen ist eine freiwillige Aktion für die Modelle Opel Insignia (vorherige Generation), Zafira Tourer und Cascada mit Euro-6- und SCR-Technologie der Modelljahre 2013 bis 2016."

Auch BMW, Audi, VW und Daimler wird vorgeworfen, Abgaswerte bei Dieselautos manipuliert zu haben. Der Dieselskandal flog 2015 auf, als Volkswagen zugab, weltweit in rund elf Millionen Dieselwagen unterschiedlicher Marken eine illegale Software eingebaut zu haben, die den Stickoxidausstoß zwar bei standardisierten Tests verringert, nicht aber im Normalbetrieb auf der Straße. Im Juni war Audi-Chef Rupert Stadler festgenommen worden, weil er offenbar Zeugen beeinflussen wollte. Ex-VW-Chef Martin Winterkorn ist in den USA wegen Verschwörung zum Betrug angeklagt.

Anzeige
Startseite
Anzeige