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Kraftfahrt-Bundesamt: Opel geht juristisch gegen Dieselrückruf vor

Opel zieht im Streit mit dem Kraftfahrt-Bundesamt vor Gericht. Der Hersteller war verpflichtet worden, 96.000 Autos mit unzulässiger Abschalteinrichtung zurückzurufen.
Das Adam-Opel-Haus am Hauptquartier des Autobauers in Rüsselsheim © Ralph Orlowski/Reuters

Opel lässt den Streit mit dem Kraftfahrt-Bundesamt um den Rückruf von fast 100.000 Dieselmodellen gerichtlich klären. Der Autobauer habe Rechtsmittel eingelegt, erklärte ein Unternehmenssprecher. Er bestätigte damit einen Vorabbericht des Spiegels. Der Antrag Opels auf ein Eilverfahren sei eingegangen, sagte ein Sprecher des Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgerichts in Schleswig. Damit will Opel den Rückruf stoppen.

Ein Beschluss solle im November oder spätestens im Dezember vorliegen, und zwar im schriftlichen Verfahren, hieß es. Am 19. Oktober hatte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Opel wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen verpflichtet, weltweit 96.000 Autos zurückzurufen. Es geht um die Modelle Insignia, Cascada und Zafira aus den Baujahren 2013 bis 2016. In Deutschland sind rund 32.000 Autos betroffen. Die Abgasnachbehandlung soll sich aus technisch nicht erklärbaren Gründen während der Fahrt komplett abschalten.

Opel protestierte umgehend: Der Hersteller verwahre sich gegen den Vorwurf, unzulässige Abschalteinrichtungen zu verwenden; die Fahrzeuge entsprächen geltenden Vorschriften. Die betroffenen Autos erhalten bereits seit Anfang 2017 ein Software-Update. Diese "freiwillige Serviceaktion" werde fortgeführt, sagte der Opel-Sprecher am Freitag. Mitte Oktober mussten noch 9.000 von den 32.000 in Deutschland betroffenen Autos in die Werkstatt.

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