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Abgasskandal: VW widerspricht neuen Manipulationsvorwürfen

Volkswagen soll laut einem Bericht nicht nur bei älteren Dieselmotoren, sondern auch bei solchen der Norm Euro-6 Schummelsoftware eingebaut haben. Der Konzern dementiert.
Schöne neue Autos – und versehen mit einem Dieselmotor womöglich schädlich für Mensch und Umwelt. © Carsten Koall/​Getty Images

Der Volkswagen-Konzern ist neuen Vorwürfen zur Manipulation von Dieselfahrzeugen entgegengetreten. Der Autohersteller wies damit einen Medienbericht zurück, wonach auch neuere VW-Dieselmotoren mit einer illegalen Abschaltsoftware ausgestattet wurden. Diese sorgte dafür, dass ein Fahrzeug das Abgas nur auf dem Prüfstand vorschriftsgemäß reinigt – auf der Straße aber nicht.

Der ARD-Sender SWR hatte unter Berufung auf interne VW-Dokumente berichtet, auch VW-Diesel der neuen Abgasnorm 6 enthielten eine solche Software zur Prüfstandserkennung. Dabei zitieren die Autoren aus einer technischen Beschreibung des Dieselmotors EA288 – dem Nachfolgemodell des Motors EA189, der im Zentrum des Abgasskandals steht.

In den Papieren von Ende 2015 ist demnach von der "Nutzung und Erkennung" des neuen EU-Abgastests die Rede, "um die Umschaltung der Rohemissionsbedatung streckengesteuert auszulösen." Der SWR schlussfolgert, es handelt sich dabei um die gleiche Abgasmanipulation, die VW im September 2015 zugab.

Ein Sprecher des Konzerns erklärte hingegen, kein Fahrzeug mit dem Dieselmotor EA288 enthalte eine sogenannte Prüfstands- oder Zykluserkennung. Zudem seien solche Vorrichtungen nicht automatisch eine Manipulation, sondern schlicht notwendig. Nur so könne das Fahrzeug erkennen, wenn es auf einem Prüfstand betrieben wird, und es könne nur so verhindern, dass ein Schleuderschutz irrtümlich ausgelöst wird.

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