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Verkehrswende: E-Autos laut Studie klimafreundlicher als Wasserstoff-Fahrzeuge

Fahrer, die sich umweltschonend fortbewegen wollen, sollten auf ein Auto mit Batterie wechseln. Es gebe dafür keine bessere Technologie, heißt es in einer Studie.
Wird künftig zum Straßenbild in Deutschland gehören: Ladesäulen für Elektroautos wie hier im baden-württembergischen Neuenstein. © Sina Schuldt/​dpa

Autos mit reinem Elektroantrieb sind klimaverträglicher als alle anderen Antriebsformen. Das geht aus einer Studie des verkehrswissenschaftlichen Instituts für Energie- und Umweltforschung (Ifeu) hervor, die die Forscher aus Heidelberg für die Berliner Denkfabrik Agora Verkehrswende erstellt haben. "Mit dem batterieelektrischen Antrieb existiert eine marktreife Technologie, um den Klimaschutz im Verkehr jetzt voranzutreiben", sagte Agora-Direktor Christian Hochfeld.

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Laut der Untersuchung verursacht ein Fahrzeug der Kompaktklasse mit Brennstoffzelle und elektrolytisch hergestelltem Wasserstoff nach einer Fahrleistung von 150.000 Kilometern 75 Prozent mehr Treibhausgase als ein batterieelektrischer Pkw. Der Betrieb eines herkömmlichen Diesel-Pkw mit synthetischem Kraftstoff verursacht Treibhausgasemissionen, die sogar rund drei Mal so hoch sind wie die eines Batterieautos. Dagegen hat das Batteriefahrzeug verglichen mit einem Diesel, der mit herkömmlichem Kraftstoff gefahren wird, nach 150.000 Kilometern einen Klimavorteil von 16 Prozent.

Die Ifeu-Wissenschaftler untersuchten auch die Klimawirkung eines Erdgasfahrzeugs. Demnach sieht man bei dieser Antriebsart nach 150.000 Kilometern zwar einen Klimavorteil von vier Prozent gegenüber dem Diesel – allerdings auch im Vergleich zum Batteriefahrzeug einen entsprechenden Nachteil von rund 14 Prozent.

"E-Autos sichern Zukunft auch der hiesigen Autoindustrie"

Agora-Chef Hochfeld sieht nun vor allem die Autoindustrie in der Pflicht. Zwar habe diese "nach langem Zögern endlich erkannt, dass der batterieelektrische Antrieb die wirksamste und effizienteste Technologie ist, wenn es gilt, die klimaschädlichen CO2-Emissionen von Pkw zu vermindern". Allerdings komme es jetzt darauf an, den E-Autos endlich zum Durchbruch zu verhelfen – nicht zuletzt "um die Zukunft der hiesigen Hersteller nicht zu gefährden".

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Hochfeld räumte ein, dass bei Langstrecken Wasserstoff den Vorteil kürzerer Tankzeiten habe. Die Klimabilanz sei trotzdem auch hier schlechter als bei E-Autos – selbst dann, wenn das Batteriefahrzeug eine größere Batterie hat und deshalb in der Herstellungsphase mehr Treibhausgase verursacht, heißt es in der Studie. "Zu glauben, wir hätten heute schon eine Wahl zwischen verschiedenen klimaverträglichen Alternativen zum Diesel oder Benziner ist eine Illusion", sagte Hochfeld dazu.

Für die Studie wurden sowohl die Emissionen für Bau und eventuelle Entsorgung der Fahrzeuge berücksichtigt als auch die Emissionen während der Fahrzeugnutzung. Letztere sind allerdings abhängig von der Fahrleistung. Zudem wurden für alle strombasierten Antriebsalternativen der deutsche Strommix zugrunde gelegt und – im Fall des untersuchten Erdgasautos – der tatsächliche Anteil von Biomethan im deutschen Erdgasnetz; dieser beträgt weniger als ein Prozent.

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