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Versorgungskrise: Kuba rationiert Lebensmittel und Hygieneartikel

Kubaner dürfen Reis, Seife und andere Dinge nur noch in festgelegten Mengen kaufen. Die Regierung macht das US-Embargo dafür verantwortlich. Experten sehen andere Gründe.
Ein staatlicher Kaufladen in Havanna © Alexandre Meneghini/​Reuters

Angesichts der Versorgungskrise in Kuba will die sozialistische Regierung künftig Lebensmittel und Hygieneartikel begrenzen. Unter anderem Hühnchen, Reis, Eier, Bohnen, Wurst, Seife, Waschmittel und Zahnpasta dürften nur noch in festgelegten Mengen gekauft werden, sagte Handelsministerin Betsy Díaz. Ziel sei eine "gerechte und vernünftige" Verteilung der knappen Produkte in der Bevölkerung.

Die Regierung in Havanna macht die jüngsten Verschärfungen des US-Embargos gegen Kuba für die Versorgungsengpässe verantwortlich. Wirtschaftsexperten sehen den Grund hingegen eher in der Schwäche der eigenen Produktion und der Abhängigkeit vom engen Verbündeten Venezuela.

Kuba erhält von Venezuela Öl im Austausch für die Dienste entsandter Ärzte. Dieses Öl verkauft Kuba auf dem Weltmarkt und beschafft sich so Devisen. Wegen der schweren Krise in Venezuela haben sich die Öllieferungen allerdings auf 50.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag halbiert.

Der frühere US-Präsident Barack Obama hatte während seiner Präsidentschaft versucht, die Beziehungen der USA zu Kuba zu verbessern. Ende 2014 vereinbarten beide Länder eine Normalisierung ihrer Beziehungen. Beide Staaten eröffneten Botschaften im jeweils anderen Land und das Handelsembargo wurde gelockert, etwa im Finanzbereich und für direkte Fährverbindungen.

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