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Kanada: Justin Trudeau kündigt Verbot von Einwegplastik an

Der kanadische Premierminister will gegen die weltumspannende "Plage" angehen. Ab 2021 sollen Strohhalme und Plastiktüten auf der roten Liste stehen.
Einwegplastik überflutet weltweit die Meere und Strände. © Marwan Naamani/​dpa

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat ein Verbot für Einwegplastik in Kanada angekündigt. Ab 2021 werde "schädliches Einwegplastik" nicht mehr erlaubt sein, sagte der Regierungschef in einer Ansprache im Gault-Naturschutzgebiet in Québec. Welche Produkte genau betroffen sind, werde er vorher wissenschaftlich prüfen lassen. Darunter seien aber voraussichtlich Strohhalme, Plastiktüten, Plastikgeschirr und -besteck.

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Die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll sei eine weltumspannende "Plage", sagte Trudeau. Jedes Jahr würden eine Million Vögel und mehr als 100.000 Meeressäuger durch Plastik geschädigt oder gingen gar daran zugrunde. "Um ehrlich zu sein, habe ich als Vater Probleme, das meinen Kindern zu erklären." Es falle ihm schwer zu erklären, wie Plastik in die tiefsten Gräben des Pazifischen Ozeans gelangen könne, und wie Wale an Küsten angespült werden könnten, deren Mägen mit Plastikmüll verstopft seien.

Kanada gilt als das Land mit der längsten Küstenlinie der Welt. Im Mai verschifften die Philippinen 69 Container mit Müll zurück nach Kanada, der nach Behördenangaben illegal auf die Philippinen gebracht wurde.

Das EU-Parlament hatte im März ein umfassendes Verbot von Einwegplastik in die Wege geleitet, um gegen Umweltverschmutzung durch weggeworfene Gegenstände in Wasserwegen und auf Feldern vorzugehen. Es soll ab 2021 für Produkte gelten, für die es vernünftige Alternativen gibt, darunter Strohhalme, Trinkbecher und Besteck.

Andere Länder haben ein solches Verbot bereits eingeführt, darunter Kenia, Ruanda und Indien, seit Anfang Juni auch Tansania. Laut dem UN-Umweltprogramm haben weltweit 61 Staaten die Herstellung und den Import von Plastiktüten und 83 Staaten ihren kostenlosen Vertrieb verboten.

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