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EU-Abgeordnete: Rechtspopulisten im EU-Parlament haben am häufigsten Nebenjobs

Mehr als 100.000 Euro verdienen Abgeordnete der europafeindlichen Fraktion durchschnittlich im Jahr nebenbei. Zu den Bestverdienerinnen gehört eine CSU-Abgeordnete.
Das EU-Parlament in Straßburg: 8.484 Euro erhalten Abgeordnete im Monat für ihre Arbeit als Parlamentarier. Vielen genügt das nicht. © Frederick Florin/AFP/Getty Images

Beinahe jeder dritte Europaabgeordnete bezieht Nebeneinkünfte, in der europafeindlichen Fraktion Europa der Nationen und der Freiheit (ENF) sind es sogar mehr als die Hälfte der Parlamentarier. Das berichtet der Spiegel aus einer Studie von Transparency International EU. Im Schnitt verdienen ENF-Abgeordnete mindestens 103.429 Euro pro Person und Jahr zu ihrer Abgeordnetendiät hinzu.

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Vermutlich sind es deutlich mehr, da die Abgeordneten ihre Nebenverdienste nicht exakt, sondern in Stufen angeben müssen, etwa 500 bis 1.000 Euro monatlich. Transparency International verwendet für seine Berechnungen die untere Grenze der Stufen. Die Organisation hat die Nebenverdienste aller 751 Europaabgeordneten ausgewertet. Grundlage waren die Nebenjobs, die die Abgeordneten selbst beim Parlament anmelden.

Demnach verdienen bis zu 30 Parlamentarier mit ihrem Zweitjob sogar mehr als mit ihrem eigentlichen Abgeordnetenmandat, wenn man von der oberen Grenze der Stufen ausgeht. Insgesamt summieren sich die Nebeneinkünfte auf bis zu 41 Millionen Euro in der laufenden Legislaturperiode. Das monatliche Gehalt der Europaabgeordneten, die sogenannte Diät, liegt derzeit bei 8.484 Euro, dazu kommen Pauschalen und Zulagen wie das Tagegeld.

Zu den Bestverdienern unter den deutschen Abgeordneten zählt Angelika Niebler. Die Chefin der CSU-Abgeordneten erhält bis zu 5.000 Euro im Monat als Mitglied einer Münchner Anwaltskanzlei. Burkhard Balz, ein CDU-Mann aus Niedersachsen, der Anfang September in den Vorstand der Bundesbank wechselt, nimmt Aufsichtsrats- und Beiratsposten wahr. Ein weiterer Spitzenverdiener ist Hans-Olaf Henkel, Ex-Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

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Im Bundestag bezieht jeder vierte Abgeordnete Nebeneinkünfte, die er oder sie melden muss. Das ist ab 1.000 Euro im Monat oder 10.000 Euro im Jahr der Fall.

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