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Nordamerika: Drei Milliarden Vögel seit 1970 verschwunden

In Nordamerika gibt es laut einer in "Science" veröffentlichten Studie ein Viertel weniger Vögel als vor 50 Jahren. Schuld daran ist demnach die intensive Landwirtschaft.
Durch die intensive Landwirtschaft haben viele Vögel – hier Kraniche bei Thornton in Kalifornien – ihr Habitat verloren. © Max Whittaker/​Reuters

Die Zahl der Vögel in den USA und Kanada ist im letzten halben Jahrhundert um drei Milliarden Vögel (29 Prozent) zurückgegangen, wie aus einer im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. Der Hauptautor Ken Rosenberg, Ornithologe an der US-amerikanischen Cornell University, spricht von einer ökologischen Krise.

Am schwersten betroffen sind demnach Vogelarten, die in Feld- und Wiesenlandschaften leben. Ihre Zahl schwindet, weil Prärielandschaften zerstört werden und stattdessen die Landwirtschaft mit Einsatz von Pestiziden zunimmt. Doch auch Waldvögel und Arten, die in verschiedenen Lebensräumen vorkommen, sind betroffen.

Die intensive Landwirtschaft setze ganze Vogelpopulationen unter Druck, sagt Rosenberg: "Heute sieht man Maisfelder, die sich bis zum Horizont erstrecken. Alles ist keimfrei und mechanisiert, für Vögel, Wildtiere und Natur ist kein Platz mehr."

Mehr als 90 Prozent des Rückgangs entfallen auf zwölf Vogelarten, darunter Spatzen, Finken, Drosseln und Grasmücken.

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