Am Internat Hermann Lietz-Schule auf der Nordsee-Insel Spiekeroog gehört das Segeln als sportlicher Schwerpunkt und als erlebnispädagogisches Projekt zum Schulangebot.


Segelgrundschein, Segel-AG, Bootsbau-Gilde, Segelabitur – auf der Nordsee-Insel Spiekeroog

An einer Schule, die auf einer Nordsee-Insel beheimatet ist, ist der Schulalltag alles andere als alltäglich. Ob die Anreise per Schiff, das Leben zwischen Dünen in der Nähe zum Wattenmeer oder dem Abiturfach "Segeln" – am Internat Hermann Lietz-Schule Spiekeroog dreht sich vieles um das Thema Segeln, Meer und Natur.

Alle Internatsschüler machen in der 8. Klasse während einer Projektwoche ihren Segelgrundschein. Segeln ist mehr als nur ein Sport, es trainiert Führungsstärke, Teamgeist und vorausschauende Aufmerksamkeit und es ist ein Naturerlebnis. Für Segelbegeisterte wird darüber hinaus von Frühjahr bis Herbst die Segel-AG angeboten. Und wer auch im Winter mit den schuleigenen Booten arbeiten möchte, kann dies in der Bootsbau-Gilde tun. Denn die sieben Lietz-Boote müssen im Winter für die neue Segelsaison fit gemacht werden.

Die Schüler werden im Schulalltag neben dem theoretischen Unterricht in praktische Arbeiten einbezogen – ganz nach dem Motto: Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Damit werden ihre kognitiven Fähigkeiten gefördert und handwerkliche und organisatorische Fertigkeiten geschult.

Das segelnde Klassenzimmer – Die High Seas High School

Ca. 30 Schüler segeln sieben Monate über den Atlantik

Die reformpädagogischen Grundsätze ‚Lernen mit Kopf, Herz und Hand‘ verbunden mit dem Schwerpunkt Segeln haben 1993 die Überlegungen verstärkt, ein Segelprojekt ins Leben zu rufen, welches die verantwortliche Einbindung der Schüler beinhaltet. So ist aus dem Wunsch, Schule auf einem Schiff stattfinden zu lassen das Segelprojekt ‚High Seas High School – Das segelnde Klassenzimmer‘ geworden.

Jedes Jahr im Herbst starten bis zu 30 SchülerInnen der 10. und 11. Klasse (G8/G9) aus ganz Deutschland und anderen Ländern zu dieser abenteuerlichen Segelreise über den Atlantik. Fast sieben Monate sind sie auf einem traditionellen Großsegler unterwegs. Nach einem Zwischenstopp auf den Kanaren geht es quer über den Atlantik, in die Karibik, nach Panama und Kuba und wieder zurück nach Norddeutschland. An Bord unterrichten vier Lehrer nach gymnasialem Lehrplan. 

Segel setzen, steuern, das Wetter lesen, die Gezeiten verstehen, navigieren: Das alles übernehmen die Schüler nach einigen Wochen selbst, bei Tag und Nacht, Wind und Wetter. In Mittelamerika gehen sie für vier Wochen an Land; leben in Gastfamilien, lernen Spanisch vor Ort, arbeiten auf einer Finca bei der Kaffee- und Zuckerrohrernte, erkunden auf Exkursionen den Regenwald und lernen Tauchen – eine echte Entdeckungsreise.

Während des Törns wird der gymnasiale Unterricht an Bord erlebbar und realitätsnah – am Ende der siebenmonatigen Segelreise wird ein Zeugnis ausgestellt.

Ziele des segelnden Klassenzimmers sind: 1. Verantwortung für sich und andere übernehmen. 2. Persönliche Herausforderungen meistern. 3. Schulwissen praktisch erfahren. 4. Fremde Menschen und Kulturen verstehen und kennenlernen.

Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland und anderen Ländern. Bewerbungsschluss ist der 30. März 2018 für die 26. High Seas High School von Oktober 2018 bis Mai 2019.


Außerdem: Das kleine segelnde Klassenzimmer – auf der Ostsee

Sprach- und Segelreise in den Sommerferien

Für jüngere Schüler der 7. und 8. Klasse gibt es in den Sommerferien den dreiwöchigen Segeltörn ‚Summer High Seas High School‘. An Bord des Gaffelschoners ‚Seute Deern‘ lernen die Schüler segeln und werden in Englisch unterrichtet. Motto des Segeltörns:‚Auf den Spuren der Wikinger und Hanse‘.


Infotag – Das segelnde Klassenzimmer

10.02.2018 in Hamburg
Für Eltern und Schüler, die sich über die Segelprojekte – für interne und externe SchülerInnen – der Hermann Lietz-Schule informieren möchten, findet am 10. Februar 2018 in Hamburg ein Infotag statt. Informationen dazu: www.high-seas-high-school.de


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