Insgesamt gut 7.600 Alltagsbetreuende hat die Promedica Gruppe im Jahr 2018 in 3.500 deutsche Haushalte vermittelt. 86 Prozent sind Frauen. Rumänien und Bulgarien gewinnen inzwischen als Rekrutierungsmärkte an Bedeutung. Im Durchschnitt sind die Alltagsbetreuenden knapp 54 Jahre alt, gut ein Fünftel zwischen 41 und 50 Jahre. Seit den Anfängen im Jahr 2004 hat sich das Unternehmen von einem reinen Rekrutierer und Vermittler von Betreuungskräften zu einem qualitäts- und markenbewussten Dienstleister entwickelt, der mit verbindlichen Standards arbeitet, sagt Marta Parafinska, die Direktorin für operative Geschäfte in der Warschauer Zentrale.

Mit einer ganz persönlichen Alltagsbetreuung selbst den Service-Umfang festlegen. © Promedica

Unmittelbar in der Hand des polnischen Unternehmens liegt die Rekrutierung und Qualifizierung der Betreuungskräfte. Dabei hat man Polen in elf Rekrutierungsregionen unterteilt, die jeweils mit Franchiseregionen in Deutschland ein Paar bilden. Auf diese Weise werden die Reiserouten der Betreuungskräfte optimiert. Weil das Arbeitskräftepotenzial in Polen allerdings weitgehend erschöpft ist – und auch die Einkommenssituation besser wird – wurden bereits 2012/13 Rekrutierungsbüros in Rumänien und Bulgarien eröffnet, die ihrerseits von den erfahrenen polnischen Rekrutierern unterstützt und betreut werden.

Qualifikations- und Sprachkurse für Alltagsbetreuung

Noch vor dem Abschluss eines Arbeitsvertrags durchlaufen angehende Alltagsbetreuende mehrere Qualifizierungskurse – eine fachliche Vorbereitung zum Erwerb von pflegerischen Mindestkenntnissen, etwa bei Demenz oder Inkontinenz, und Sprachkurse. Kunden haben die Wahl zwischen mehreren Sprachqualifikationen. Um betreuungs- und pflegerelevante Kommunikation zu erlernen, wurden die Kursinhalte auf ein ganz bestimmtes Vokabular und spezifische Lebenssituationen fokussiert, berichtet Schulungsmanagerin Agnieszka Kosowska. Bei allen Kursen steht eine Prüfung am Schluss, denn nur zertifizierte Alltagsbetreuende werden zum Einsatz zugelassen.

Nur Alltagsbetreuende mit verifizierten Sprachkenntnissen und zertifizierten Schulungen kommen zum Einsatz nach Deutschland. © Promedica

Hilfe bei Krisen und Konflikten

Um bei Konflikten und in schwierigen Situationen einen ständigen Ansprechpartner zu haben, existiert in der Warschauer Zentrale ein an sieben Tagen rund um die Uhr besetztes Kriseninterventionsbüro. Hier können sich Mitarbeiter fachlichen und persönlichen Rat holen, ebenso Kunden, wenn das Miteinander einmal nicht so klappt. Insgesamt wurden bis Ende Mai 2019 mehr als 39.090 Betreuungskräfte bei 29.860 Kunden vermittelt.

© Promedica

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