"Ist nur so eine theoretische Frage: Was würden Sie tun, wenn Sie Ihrem Kind die Anlagen für den Olympiasieg mitgeben könnten? Oder, wo wir schon dabei sind, für höhere Intelligenz, bessere Gesundheit im Alter, längeres Leben?" Diese Frage lässt Marc Elsberg in seinem neuen Roman Helix einen Arzt stellen, der ein Paar mit unerfülltem Kinderwunsch behandelt. Zukunftsmusik? Vielleicht. Aber wir wissen nicht, was die Zukunft bereithält. Und seien wir mal ehrlich: Wer kann zu so einem Angebot schon Nein sagen in unserer optimierten Hochleistungsgesellschaft? Aber wenn wir diese Möglichkeit hätten, Designerbabys zu erschaffen – wie ginge es weiter, wie würde sich diese Entwicklung auf unsere Zukunft auswirken? Um genau diese Überlegung geht es dem Bestseller-Autor Elsberg, der dafür bekannt ist, sich mit der Technisierung der Welt und den entsprechenden Folgen für die Gesellschaft auseinanderzusetzen. In seinen Thrillern Blackout und Zero widmete er sich den Themen Energiesicherheit und Datenschutz, beide Bücher wurden auch international zu Bestsellern. Jetzt hat der Österreicher, der die Genres Science-Fiction, Thriller und Sachbuch auf raffinierte Weise miteinander verwebt, seinen dritten Roman vorgelegt. Natürlich steht wieder ein hochaktuelles und relevantes Thema im Mittelpunkt: die Gentechnik. Und wie es sich für einen echten Elsberg gehört, geht es in Helix rasant los: Der US-Außenminister stirbt bereits auf der ersten Seite, er ist auf einer Sicherheitskonferenz in München zu Gast – und bricht plötzlich zusammen. Schnell stellt sich heraus, dass ein genetisch verändertes und personifiziertes Virus ihn gezielt aus dem Verkehr gezogen hat. Doch wer steckt dahinter? Ein weiterer Erzählstrang führt zu Bauern in Tansania, Brasilien und Indien, die plötzlich hocheffiziente und schädlingsresistente Nutzpflanzen und Tiere besitzen. Ein Segen für die Bevölkerung – oder ein Ausgangspunkt für neue Probleme? Und dann ist da noch das nette amerikanische Paar mit dem großen Kinderwunsch: Helen und Greg. Die beiden stehen vor dem unmoralischen Angebot, sich zwischen einem ganz normalen Kind und einem hochbegabten Wunderkind mit den besten Genen zu entscheiden. Sie reisen nach "New Garden", eine geheime Forschungseinrichtung, in der diese Kinder entwickelt und bereits bewundert werden können. Hier entstand auch das zehnjährige Genie namens Jill, das plötzlich spurlos verschwunden ist – welchen Zusammenhang gibt es zwischen ihr und den seltsamen Phänomenen in der ganzen Welt? Mit seinen Science-Thrillern will Elsberg nicht nur spannende Unterhaltung bieten – was ihm zweifelsohne gelingt – sondern auch gesellschaftliche Debatten anregen. Seinen Lesern sollen die unheimlichen Zukunftsvisionen keine Angst machen, im Gegenteil: "Ich denke, je mehr Menschen die Welt ein bisschen besser verstehen, desto leichter finden sie sich darin zurecht." Elsberg schreibt ausschließlich über Dinge, die ihn selbst interessieren, und die aufwendige Recherche für seine Bücher macht ihm großen Spaß. "Eigentlich schreibe ich die Bücher für mich, weil ich die gerne lesen möchte", sagt er augenzwinkernd. Was für ein Glück, dass er uns trotzdem an ihnen teilhaben lässt.

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