Man nehme eine schwarze Südafrikanerin namens Nombeko, die seit ihrem fünften Lebensjahr in Soweto Latrinen leert, statte sie mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz, einer großen Portion Selbstbewusstsein und einem genialen Rechentalent aus und schicke sie als Putzfrau zu einem alkoholabhängigen und begriffsstutzigen Ingenieur, der Atombomben bauen soll. Wer glaubt, dass die Geschichte damit ihren Höhepunkt erreicht hat, kennt Jonas Jonasson nicht, denn für ihn ist diese Konstellation nur die Ausgangslage einer wahnwitzigen Geschichte, die man ab der ersten Seite nicht mehr aus der Hand legen kann. Nombeko wird es im Laufe des Romans gelingen, den israelischen Geheimdienst mehrfach an der Nase herumzuführen und bei einem intelligenten Schweden namens Holger 2 Unterschlupf zu finden, den es eigentlich nicht gibt, weil nur sein eineiiger Zwillingsbruder, der fanatische Holger 1, amtlich registriert ist. Dann wird eine Atombombe unglücklicherweise mit getrocknetem Antilopenfleisch verwechselt und muss in Schweden versteckt werden, und schließlich kann nur ein anständiges Besäufnis mit dem König und dem Ministerpräsident helfen, damit die Weltpolitik wieder ins Gleichgewicht kommt.
"Das Leben muss nicht leicht sein, wenn es nur inhaltsreich ist", zitiert Jonasson die österreichisch-schwedische Kernphysikerin Lise Meitner, und diesen Satz scheint er zum Motto seiner Bücher gemacht zu haben.