In seinem neuen Buch "Typisch Helmut Schmidt" beweist er, dass es noch viel Unbekanntes am Altkanzler zu entdecken gibt – kleine Geschichten, die einen ganz anderen Blick auf den ehemaligen Senator, Bundesminister, Bundeskanzler und Herausgeber der "ZEIT" werfen und an denen sicher auch Schmidt selbst seinen Spaß hat. Seit mindestens zehn Jahren herrscht eine ungewöhnliche Liebesbeziehung zwischen den Deutschen und Helmut Schmidt, die der politische Journalist Kaiser so begründet: "Deutschland liebt ihn, weil er alt ist und weil er zeigt, dass Alt-Sein und Geschliffen-Reden zusammengehen." Das war nicht immer so, Schmidt erfreute sich als Kanzler gerade bei der jungen Generation keiner großen Beliebtheit und musste sich oft vorwerfen lassen, in der falschen Partei zu sein.
"Schmidt redet zuweilen Unsinn und wird trotzdem bejubelt", sagt Kaiser. Er schafft es in seinen 50 Anekdoten, Helmut Schmidt mit Respekt zu begegnen und dessen Menschlichkeit zu zeigen, ohne dabei seine Schwächen und Marotten zu verschweigen. Endlich wird der Altkanzler der Herzen einmal nicht heiliggesprochen, sondern als ganz normaler Mensch mit herausragenden Fähigkeiten und besonderen Eigenheiten porträtiert: "Wenn Helmut Schmidt eines nicht abkann, dann Menschen, die genauso viel reden wie er."