Diese tragikomische Geschichte eines Juden, der das Kriegsende zusammen mit Hitler, Eva Braun, Joseph Goebbels und Leni Riefenstahl verbringt, ist so genial abstrus, dass man sie schon wieder für wahr halten könnte. Der Autor Peter Keglevic, ein renommierter Filmregisseur, hat intensiv für den Stoff recherchiert, sich mit den Schicksalen untergetauchter Juden beschäftigt und ist sogar die Route des großen Führerlaufes teils mit dem Fahrrad abgefahren und teils zu Fuß abgelaufen. Alle historischen Eckdaten und Fakten stimmen, nur Harrys Geschichte ist der Phantasie des Autors entsprungen – und doch wirkt sie viel authentischer als jeder Dokumentarfilm. Keglevic gelingt es, die Absurdität Hitlers und seines Gefolges deutlich zu machen, ohne den Ernst der Lage und das Schicksal der Opfer auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen. Keglevic, der rund 20 Jahre Ideen, persönliche Begegnungen und Geschichten für diesen großen Roman zusammengetragen und auf einzigartige Weise miteinander verflochten hat, erklärt seine Beweggründe: "Anders lässt sich tödlicher Ernst nicht ertragen. Man muss ihn, und die, die ihn verursachen, lächerlich machen und verhöhnen. Nur, indem man sich über das Ekelhafte und Widerwärtige lustig macht, es verspottet, es wortwörtlich nimmt und zitiert, wird das Widerwärtige decouvriert und in all seiner Peinlichkeit und Primitivität sichtbar."

"Ich war Hitlers Trauzeuge" ist ein atemberaubendes Buch, das dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte so kurios, ausgelassen und mitunter flapsig die Stirn bietet, dass man als Leser einen amerikanischen Autor vermutet – und ein weiteres Mal ins Schmunzeln gerät: Dieser Geniestreich stammt von einem gebürtigen Österreicher.


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