"Das Leben ist bis auf einen Rest gelebt", schreibt Sven Kuntze in der Vorbemerkung seines neuen Buches "Alt sein wie ein Gentleman". Als der Journalist und Autor 2007 offiziell in den Ruhestand ging, wollte er "altern wie ein Gentleman": die neue Freiheit genießen, durch das Leben flanieren und sich sinnvolle Aufgaben suchen. Das gleichnamige Buch wurde zum Bestseller, Sven Kuntze hatte die richtige Mischung aus Müßiggang und Engagement für sich und seine Leser gefunden. Doch wie steht es heute um ihn, fast zehn Jahre später? Wie fühlt es sich an, wenn man auf die 80 zugeht, was kann ein alternder Gentleman dem Leben abgewinnen? In seinem neuen Buch gibt Kuntze seine neuen Erfahrungen und Erkenntnisse weiter, stets humorvoll und selbstironisch, doch auch nachdenklich und häufig auch weise. Ein Lebensratgeber ist dieses Buch nicht, das macht er gleich zu Beginn deutlich: "Ich trau mich an Rat nicht ran." Stattdessen nimmt er sich die Widrigkeiten des Alltags vor, die schwindenden Sinne und die zunehmende Gebrechlichkeit, erzählt von der "Gesellschaft vom Dachboden", die er mit Gleichgesinnten gegründet hat und stellt eines unmissverständlich klar: "Wir altern unschön." Im Gegensatz zu den Tieren sei der alternde Mensch kein erbaulicher Anblick, weil ihm die Evolution das Fell geraubt hat. Kein Wirtschaftszweig blickt deshalb so krisensicher in die Zukunft wie die Anti-Aging-Industrie. Ob Haarfarbe, Toupet oder Botox, sei es jedem überlassen, den Zeichen der Zeit zu trotzen, solange er sich nicht lächerlich macht. Der Kampf gegen das Alter sei zwar aussichtslos, aber nicht sinnlos, schließlich ginge es hier nicht um Sieg oder Niederlage, sondern um Widerstand und das Gefühl der Selbstbestimmung. Was ihn allerdings schwer anginge wäre die ärztliche Anordnung, in den letzten Jahren auf Alkohol verzichten zu müssen.

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