"Im Unterland" ist ein besonderes Buch, es zieht einen in ungeahnte Tiefen und beschreibt die Welt unter unseren Füßen auf so einzigartige Weise, dass man sie völlig neu betrachtet. Der britische Naturschriftsteller Robert Macfarlane kann Faszinierendes über das Unterland erzählen, denn er ist hinabgestiegen in die unglaublichsten Orte unter der Erde. Er robbte und krabbelte durch die unterirdische Stadt der Katakomben von Paris, erkundete das Untergeschoss des Londoner Epping Forrest, stieg hinab in das sogenannte Höllenloch auf den Lofoten und tauchte ein in Karsthöhlen in den Julischen Alpen in Slowenien. Die schwindenden Gletscher Grönlands mit ihren Abgründen hat er genauso bereist wie das auf Tausende von Jahren angelegte Atommülllager auf der finnischen Insel Olkiluoto. Unerschrocken ließ er sich hinabführen an Orte, von denen man nicht einmal geahnt hat, dass es sie gibt, geschweige denn eine Vorstellung davon hatte, was sich dort unten verbirgt.

Beim Lesen verliert man sich nicht nur in den Tiefen der Welt, man wird auch immer weiter in die Tiefen dieses Buches hineingesogen. Eine Mischung aus Faszination und leichtem Gruseln macht sich breit, man ist froh, dass der mutige Brite all diese Expeditionen unternimmt und man nicht selbst in engen, dunklen, kalten Gängen und Höhlen unterwegs sein oder gar in der Pariser Unterwelt übernachten muss. Gleichzeitig schildert der Autor seine zwischenmenschlichen Begegnungen auf dieser Reise so lebendig und warmherzig, dass man die Menschen gern kennenlernen möchte, die ihn begleitet haben: zum Beispiel Lina mit ihrer knallbunten Baskenmütze, die jeden Quadratzentimeter der Pariser Katakomben zu kennen scheint, oder Bjørnar, der schon als junger Mann entschieden hat, die Lofoten-Insel Andøya niemals zu verlassen. Sie alle sind für diese Entdeckungsreise genauso wichtig wie die persönlichen Gedanken und Empfindungen des Autors und seine literarischen Verweise und Zitate.

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