Versetzen wir uns in das Jahr 1948: Ernest Hemingway steht kurz vor seinem 50.Geburtstag, doch er fühlt sich alt. Er ist zu diesem Zeitpunkt bereits ein berühmter Schriftsteller, er hat ein abenteuerliches Leben geführt, ist zum vierten Mal verheiratet – und befindet sich in einer Schaffenskrise. Er wünscht sich nichts sehnlicher, also fährt er nach Italien, wo er als 18-Jähriger im Ersten Weltkrieg gekämpft und im Lazarett gelegen hat und hofft auf Inspiration. An seiner Seite: Seine vierte Ehefrau Mary, eine schöne Unbekannte und stets eine gut gekühlte Flasche Alkohol. Diese herrliche Szenerie bildet den Ausgangspunkt von Hanns-Josef Ortheils neuem Roman "Der von den Löwen träumte". Eine Schreibblockade scheint dem preisgekrönten Autor Ortheil zwar fremd zu sein, doch es gelingt ihm perfekt, sich in die Lage des amerikanischen Schriftstellers hineinzuversetzen, der in der Lagunenlandschaft von Venedig nach neuer Schaffenskraft sucht. Für seine Recherche ist Ortheil auf Hemingways Spuren gewandelt und hat sogar an dessen Schreibtisch gesessen. Hier verdichteten sich seine ersten Gedanken über das Meer, die der spätere Literaturnobelpreisträger später in seine legendäre Novelle "Der alte Mann und das Meer" einfließen ließ.

Doch zu Beginn von Ortheils wunderbarem Roman ist es noch lange nicht so weit, wir lernen einen müden und orientierungslosen Hemingway kennen, dem sich der Lokalreporter Sergio Carini an die Fersen heftet, auf eine sensationelle Story hoffend. Vielleicht würde ihm mit einer reißerischen Geschichte über den Schriftsteller der Durchbruch gelingen? Womöglich sollte er sogar ein Buch über ihn schreiben, "Hemingway in Venedig", dann hätte er ausgesorgt!


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