Für Angela Merkel war das Internet im Jahr 2013 noch immer "Neuland", und dem sogenannten kleinen Mann wird täglich suggeriert, dass seine Arbeit schon bald von Maschinen übernommen und er somit überflüssig wird. Das Wort "Digitalisierung" scheint nichts als Angst und Schrecken zu verbreiten – darum ist es umso erfrischender, den Gedanken des Philosophen Richard David Precht zu folgen, die er sich in seinem neuen Buch "Jäger, Hirten, Kritiker" über die Digitalisierung macht. Keine Sorge, von Kulturpessimismus fehlt hier jede Spur, stattdessen entwirft er eine Utopie für eine digitale Gesellschaft, die hoffen lässt. "Sehen Sie, im 24. Jahrhundert gibt es kein Geld. Der Erwerb von Reichtum ist nicht mehr die treibende Kraft in unserem Leben. Wir arbeiten, um uns selbst zu verbessern – und den Rest der Menschheit." Mit diesem Zitat beginnt Precht sein Buch, und dass diese ansprechende Vision ausgerechnet aus Star Trek VIII stammt, ist typisch für den Popstar unter den Philosophen. Er ist davon überzeugt, dass wir aktuell an einem entscheidenden Wendepunkt stehen: So wie seit dem 18. Jahrhundert die Erfindung der Dampfmaschine das Leben der Menschen grundlegend verändert hat, kommt nun erneut eine Revolutionierung der Arbeitswelt auf uns zu:

Precht erklärt, dass alle Berufe, die durch Computer ersetzt werden können, früher oder später aussterben – doch anstatt die drohende Massenarbeitslosigkeit zu beklagen, sollten wir uns freuen, dass uns die langweilige und entfremdete Arbeit abgenommen werde. Endlich habe der Mensch Zeit, sein Leben frei zu gestalten und seiner wahren Bestimmung nachzugehen –was für ein luxuriöser Gedanke!


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