Eine atemberaubende Geschichte über Liebe und Zorn: Die 14-jährige Julia ist das Ein und Alles ihres Vaters, doch seine Liebe ist krank und droht sie zu zerstören.

"Verdammt, Martin, so kann ein kleines Mädchen nicht aufwachsen", sagt der Großvater der 14-jährigen Julia Alveston, genannt Turtle. So wie Turtle darf wirklich kein Mädchen aufwachsen, das merkt man schnell beim Lesen von "Mein Ein und Alles". Allein mit ihrem Vater, einem brutalen und psychisch gestörten Einzelgänger, lebt Turtle in einem heruntergekommenen Haus in den Wäldern Nordkaliforniens. Sie lernt schießen, bevor sie lesen kann, zum Frühstück gibt es rohe Eier und nachts, wenn gleichaltrige Mädchen mit ihren Freundinnen chatten, reinigt Turtle Waffen. Oder sie wehrt sich nicht gegen ihren Vater, der sie regelmäßig missbraucht, gelegentlich schlägt und ihr im nächsten Moment seine unendliche Liebe gesteht. "Du gehörst mir", mit diesem Satz beendet er seine Ausbrüche und glaubt, dadurch die krankhaft geliebte Tochter an sich binden zu können. Doch Turtle ist stark, sie ist durch das Leben im Wald nicht nur äußerlich zäh, sondern erkennt auch, dass sie sich innerlich von ihrem Vater distanzieren muss, um zu überleben.
Der junge amerikanische Autor Gabriel Tallent, der mit "Mein Ein und Alles" seinen Debütroman vorlegt, beschreibt intensiv die Zerrissenheit des jungen Mädchens. Das Perfide und doch zugleich Natürliche an Turtles Situation ist, dass sie ihren Vater trotz seiner Brutalität und den Misshandlungen liebt, denn er ist ihre einzige Bezugsperson. Sobald er seine gefühlvolle Seite zeigt, über das Leben philosophiert und in Erinnerungen an Turtles Kinderzeit schwelgt, klingt er wie ein kluger, liebevoller Vater. Doch als seine einzige Tochter plötzlich Interesse an einem gleichaltrigen Jungen zeigt, setzt sein Verstand aus – und das Drama nimmt seinen Lauf.


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