Die Autorin und ehemalige Krankenschwester Christie Watson erklärt, warum wir Kranke wieder als Menschen und nicht als Patienten wahrnehmen sollten.

Christie Watson ist eine renommierte Schriftstellerin, ihre Romane sind preisgekrönt und wurden in 22 Sprachen übersetzt – doch vor ihrem literarischen Durchbruch führte sie ein anderes Leben. Christie Watson war zwanzig Jahre lang Krankenschwester, und von ihren Erfahrungen aus dieser anstrengenden aber auch bewegenden Zeit handelt ihr neues Buch. Schon der Titel "Die Sprache der Menschlichkeit" macht deutlich, worum es Watson geht: "Menschlichkeit ist die beste Medizin. Das erfahren wir spätestens dann, wenn wir selbst Patient sind!"

In ihren 20 Jahren als Krankenschwester hat die Autorin viel gesehen und erlebt, sie hat Menschen sterben sehen, in Operationssälen um das Leben von Patienten gebangt und im Anschluss zu deren Heilung beigetragen. Mit ihren Aufzeichnungen möchte sie endlich ein Bewusstsein für das schaffen, was Pflegekräfte in Krankenhäusern Tag für Tag leisten: "Mit meinem Buch will ich Krankenschwestern eine Stimme geben. Und ich will sagen, dass Pflege der am meisten unterschätzte, aber der wichtigste Beruf ist."

Watson nimmt den Leser mit in ihren Krankenhausalltag, von der Entbindungs- bis zur Palliativstation durchläuft sie alle Abteilungen. Die Britin erzählt bewegende Geschichten über ihre Patienten wie den vierzehnjährigen Aaron, der an Mukoviszidose leidet und eine Herz-Lungen-Transplantation bekommt. Es ist die erste Operation, an der Watson teilnimmt, und sie schildert dieses Erlebnis so plastisch, dass man das Gefühl hat, im OP-Kittel neben ihr zu stehen und den Atem anzuhalten, als der Behälter mit den Spenderorganen geöffnet wird. Watsons Blick gilt dabei aber nie den gutbezahlten Chirurgen, sondern immer den Krankenschwestern, die über viele Stunden im OP assistieren und den gesamten Ablauf koordinieren. 

Hier können Sie das Buch direkt bestellen >>