Grüner. Nutzerfreundlicher. Wirtschaftlicher. Das sind einige der Ziele für die Wissenschaftler, die im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Straßen- und Schienenverkehr von morgen forschen. Sie entwickeln zum Beispiel neuartige Leichtbaustrukturen und Antriebstechnologien, um den Energiebedarf von Autos und Zügen zu verringern. Sie untersuchen auch, wie sich schädliche Emissionen von CO2, Ruß und Lärm verringern oder sogar ganz vermeiden lassen. Dabei hat die Weiterentwicklung der Elektromobilität natürlich besondere Bedeutung. Neue Ansätze für das Verkehrsmanagement – etwa um Polizei und Hilfskräfte bei Katastropheneinsätzen oder Großveranstaltungen zu unterstützen – kommen ebenfalls aus dem DLR. "Unsere fachübergreifenden Teams kooperieren in vielen Projekten mit Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen in Deutschland, Europa und darüber hinaus", betont Prof. Karsten Lemmer, Vorstand für Energie und Verkehr im DLR, den interdisziplinären Ansatz der anwendungsnahen Forschung. Tatsächlich hat das DLR in der internationalen Wissenschaftsgemeinde einen ausgezeichneten Ruf.

Beste Aussichten für junge Talente

Die Voraussetzungen für Spitzenleistungen sind im DLR besonders günstig. In einem wertschätzenden Arbeitsumfeld haben Forscherinnen und Forscher große Freiräume, um eigene Ideen zu verfolgen. Schon Einsteiger können an der Seite von renommierten Experten wertvolle Erfahrung sammeln und früh Verantwortung übernehmen. Ein umfangreiches Weiterbildungsangebot unterstützt sie dabei. Neben Seminaren und Trainings zu fachlichen und sozialen Kompetenzen umfasst es Mentoring, Coaching und eine gezielte Weiterqualifizierung im DLR_Graduate_Program für Promovierende. Nachwuchstalente haben über die Helmholtz-Gemeinschaft die Chance, sich mit spezieller Förderung eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Karsten Lemmer sieht ein reizvolles Umfeld und eine besondere Stärke auch in der außergewöhnlichen technischen Infrastruktur, die typisch fürs DLR ist: "Wir betreiben über 180 Großforschungsanlagen wie Fahrsimulatoren, Windkanäle, Materialprüfstände, Versuchsstrecken, ein Eisenbahnlabor und eine Tunnelsimulationsanlage."

Verkehrssystem für eine mobile Gesellschaft

Die Herausforderungen sind groß. Wie schaffen wir eine Welt ohne Unfälle, Staus, Verspätungen und Umwege? Wie bewältigen wir die negativen Umweltwirkungen, die unsere steigende Mobilität mit sich bringt? Wie muss das Verkehrssystem der Zukunft aussehen, damit es gleichzeitig eine starke Industrie ermöglicht? Mit innovativen Lösungen versuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, unterschiedliche Interessen von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt in Einklang zu bringen. Dabei greifen sie auch auf Know-how aus Luftfahrt, Raumfahrt und Energie zurück: In der Verkehrsforschung fließt nämlich die Expertise aus 26 DLR-Instituten und -Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet zusammen – eine Symbiose, die in Deutschland einzigartig ist. 

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