Ein besonderer Fokus gilt Klima-, Umwelt- und Energiethemen. Dadurch entstehen in NRW zahlreiche innovative Ideen, wie Klima und Ressourcen geschont werden können. Es ist die Aufgabe der Klima- Expo.NRW, herausragende Projekte zu sammeln und für ein breites Publikum erfahrbar zu machen. Viele davon entstehen an einer der 70 Hochschulen und Universitäten oder in einer der 50 Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Dazu gehören auch das Fraunhofer- Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen und dessen Spin-off Volterion.

Die Volterion GmbH hat sich einer der wohl größten Herausforderungen der Energiewende angenommen: der Speicherung von erneuerbaren Energien. Als Ergebnis eines umfassenden Forschungsprozesses produziert und vertreibt Volterion sogenannte Redox-Flow-Batterien. Sie sind kompakter, aber zugleich leistungsfähiger und günstiger als die bisher bekannte Technik. Dadurch sind die Batterien erstmals für Privathaushalte interessant,  die zum Beispiel eine Solaranlage besitzen. Endverbraucher können ihren Eigenstrom speichern und selbst nutzen, statt ihn einzuspeisen. Sie sparen so Kosten, und das Stromnetz wird an sonnenreichen Tagen nicht überlastet. Volterion zeigt damit, wie Erkenntnisse aus der Forschung wirtschaftlich genutzt werden und zur Energiewende beitragen können. Für die KlimaExpo.NRW ein Schritt in die Zukunft, der auch unmittelbar vor Ort in NRW Anwendung findet.

Doch die innovativen Ideen "made in NRW" sind nicht nur für die Anwendung vor der eigenen Haustür bestimmt: Das Institut für Solarforschung des Deutschen Zentrums für Luftund Raumfahrt (DLR) forscht mit internationaler Ausrichtung. Mit dem Solarturm in Jülich betreibt das Institut ein Referenzprojekt für kommerzielle Kraftwerke an sonnenreichen Standorten, beispielsweise in Südeuropa.

Einen Beitrag zum Klimaschutz leistet auch das erfolgreiche Start-up StreetScooter, das vollständig batteriebetriebene Nutzfahrzeuge produziert. An der RWTH Aachen entstanden, gehört das Unternehmen heute der Deutschen Post DHL Group. Die Nutzung des innovativen E-Mobils  geht jedoch bereits über den Einsatz als Zustellfahrzeug hinaus und erfreut sich großer Beliebtheit.Dadurch werden in NRW Arbeitsplätze geschaffen und die E-Mobilität zum Motor für Wirtschaft, Klima und Gesellschaft.

Gemeinsam haben alle drei Projekte, dass sie Teil der KlimaExpo.NRW sind. Die Initiative der NRW-Landesregierung informiert über diese und viele weitere spannende Ideen auf ihrer Internetseite und in aktiver Medienarbeit. Sie veranstaltet zudem unterschiedlichste Formate, um Klimaschutz für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Ein Highlight im Jahr 2017 waren die NRW.KlimaTage, die aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wurden. Zahlreiche Projekte und Partner der KlimaExpo.NRW öffneten ihre Türen und organisierten Führungen durch ihre Einrichtungen. Darunter auch der Solarturm Jülich, der erstmals überhaupt für Besucher geöffnet war. Bis 2022 präsentiert die KlimaExpo.NRW das Potenzial NRWs im Klimaschutz. Sinnbildlich in 1000 Schritten in die Zukunft möchte die Initiative landesweit erfolgreiche Projekte für die Öffentlichkeit verständlich machen und so zusätzliches Engagement für den Klimaschutz fördern. Wer sich für Forschungsprojekte zu Energie, Klimaschutz und Umwelt interessiert, findet auf der Internetseite sowie in der App der KlimaExpo.NRW weitere Informationen.


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