Von Thomas Manns Zauberberg zum DZL – warum ist Lungenforschung so wichtig?
Respiratorische Erkrankungen umfassen unter anderem die wichtigste chronische Krankheit des Kindesalters (Asthma bronchiale), die häufigste tödliche Infektionskrankheit (Pneumonie), die häufigste tödliche Krebsart (Lungenkarzinom), das führende Problem moderner Intensivmedizin (Lungenversagen und Sepsis) sowie die Erkrankung unter den "Big Five", die weltweit am stärksten in Zunahme begriffen ist (Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung und Emphysem). In der Summe stehen Lungenerkrankungen somit in Deutschland und weltweit an zweiter Stelle der Morbiditätsund Mortalitätsstatistik. In krassem Gegensatz dazu ist Lungenforschung bislang erheblich unterfinanziert, ein Defizit, welchem das Bundesministerium für Bildung und Forschung jetzt mit der Einrichtung des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) entgegengetreten ist.


Warum hat die DZL-Gründung in so kurzer Zeit so viel internationale Aufmerksamkeit erreicht?
Mit der Einrichtung dieses Zentrums ist es gelungen, in kurzer Zeit viele Barrieren zu überwinden: Im DZL kooperieren (statt konkurrieren) die wichtigsten Lungenforschungsgruppen in Deutschland, Institute der Grundlagenforschung (Max Planck, Helmholtz, Leibniz, Fraunhofer, EBML), die Universitätsmedizin und große Lungenkliniken wurden integriert, und es wurde eine übergeordnete Vernetzungsstruktur geschaffen, die alle genannten Gruppen zu einem organischen Ganzen zusammenbindet. Der offensichtliche Erfolg dieses Ansatzes hat in mehreren anderen europäischen Ländern bereits zu der Überlegung geführt, vergleichbare Strukturen aufzubauen.


Welche Visionen hat das DZL?
Das DZL möchte der international führende Lungenforschungsverbund werden, der innovative biomedizinische Forschung in verbesserte Diagnostik, Prävention und Therapie von Lungenerkrankungen überführt.


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