Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) wurde 2011 im Rahmen der Initiative "Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung (DZG)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gegründet und wird seither mit Mitteln dieses Programms, an dem auch die jeweiligen Länder beteiligt sind, gefördert.

Das DZL besteht aus fünf Standortverbünden in fünf Bundesländern: Diese wurden in einem zweistufigen kompetitiven Verfahren ausgewählt mit dem Ziel, die führenden Lungenforschungsschwerpunkte in Deutschland in einem Verbund zusammenzuführen. An jedem Standort ist die Universitätsmedizin einschließlich der Klinika zentral eingebunden, zudem standortspezifisch außeruniversitäre Forschungsinstitute und große Lungenfachkliniken.

Das DZL ist als eingetragener Verein organisiert, mit Sitz und Leitung in Gießen, und das Fördermittelmanagement obliegt dem Helmholtz Zentrum München. Das DZL richtet den Fokus auf die großen pneumologischen Krankheitsgruppen: Asthma und Allergien (AA), Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Cystische Fibrose (CF, Mukoviszidose), Pneumonie und Akutes Lungenversagen (ALI), Fibrosierende/ Diffus-Parenchymatöse Lungenerkrankungen (DPLD), Pulmonale Hypertonie (PH,Lungenhochdruck), Lungenkrebs (LC) sowie Lungenerkrankungen im Endstadium (ELD). Die Erforschung erfolgt im Rahmen eines übergeordneten wissenschaftlichen Konzeptes mit den Fixpunkten der Entzündung, der Zellwucherung und der Regeneration.

Für alle Krankheitsfelder steht die gesamte translationale Kompetenzkette ("bench-to-bedside-to-bench") von der Grundlagenforschung bis zu klinischen Studien zur Verfügung. Der Vernetzung der Forschung und der Abstimmung zwischen den verschiedenen Arbeitsgruppen dienen zudem standortübergreifende Plattformen und Einrichtungen, wie eine zentrale Biomaterialund Datenbank, eine zentrale Bilddatenbank, gemeinsame Register und klinische Kohorten, ein Board für klinische Studien, ein Technologietransfer-Konsortium, der Lungeninformationsdienst sowie die "DZL School/Academy", welche den experimentell- und klinisch-wissenschaftlichen Nachwuchs in der Lungenforschung ausbildet. Insgesamt arbeiten im DZL gegenwärtig mehr als 500 Wissenschaftler und Kliniker in der Lungenforschung zusammen.

Der vom BMBF zur Verfügung gestellte Jahresetat von gegenwärtig 26 Millionen Euro wird durch Mittel der Institutionen, die das DZL tragen, sowie sehr erfolgreiche nationale und internationale Drittmitteleinwerbung vervielfacht. Diese Mittel werden eingesetzt, um die "Mission" des DZL zu verfolgen, über ein kohärentes nationales Forschungskonzept Lebensqualität und Lebenserwartung von Patienten mit schwerwiegenden Lungenerkrankungen zu verbessern.


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