Kaffee wird vorrangig in Entwicklungs- und Schwellenländern angebaut, denn die Kaffeepflanze wächst nur in bestimmten Breiten rund um den Äquator. Für die meisten dieser Länder ist der Kaffeehandel einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige. Doch in vielen Anbaugebieten haben die Bäuerinnen und Bauern mit großen ökonomischen und ökologischen Herausforderungen wie niedrige Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen, Ernteausfälle und Umweltfolgen durch die intensive Bewirtschaftung der Anbauflächen zu kämpfen. Um die Zukunft der Kaffeeproduktion und die Umwelt in den Regionen zu schützen, setzt Nespresso konsequent auf eine nachhaltige Kaffeewirtschaft.

Für dieses ehrgeizige Vorhaben hat sich das Unternehmen bereits früh mit engagierten Partnerorganisationen zusammengetan, wie unter anderem mit der Rainforest Alliance, Fairtrade International und auch dem Grünen Punkt. Die Kooperation mit diesen Partnern zeigt, dass die Verknüpfung von Nachhaltigkeit mit der Erzeugung von Kaffee höchster Qualität kein Widerspruch sein muss und dadurch insbesondere die Menschen in den Anbaugebieten profitieren.

Im September 2018 führte Nespresso mit dem "Master Origin Indonesia" und dem "Master Origin Colombia" zwei Fairtrade-zertifizierte Kaffees in sein permanentes Sortiment ein. So erzählen diese Sorten nicht nur die Geschichte des aufwendigen Anbaus, der einzigartigen Verarbeitungsmethoden der Bohnen und des reichen, charakteristischen Geschmacks. Sie zeigen auch, wie die Kaffeeproduktion in den Anbauländern nachhaltiger, wirtschaftlicher und sozialer gestaltet werden kann, wenn die richtigen Akteure zusammenfinden.

Abgesichert in der Zukunft

Gemeinsam mit der Non-Profit-Organisation Fairtrade International hat Nespresso auf die Sorgen der Bäuerinnen und Bauern reagiert und mit dem Farmer Future Program ein Projekt der Altersvorsorge entworfen – eine wichtige Absicherung für die Kaffeebauern in Ländern, in denen finanzielle Sicherheit im Alter meist nur Wohlhabenden vorbehalten ist. Seit dem Jahr 2013 profitieren die Bäuerinnen und Bauern einer Fairtrade-Kaffeekooperative in Aguadas, Kolumbien, von der Rentenkasse. "Der Zusammenschluss von Nespresso und Fairtrade für das Farmer Future Programm war ein voller Erfolg und ein Grundstein für weitere Projekte dieser Art", beschreibt es Mark Ruijgrok, Geschäftsführer Nespresso Deutschland. In Gayo, Indonesien, folgte im Jahr 2017 die Gründung einer weiteren Fairtrade-Kaffeekooperative mit Unterstützung von Nespresso. "Die Markteinführung von zwei Fairtrade-gekennzeichneten Kaffees ist ein starkes Zeichen für das gemeinsame Engagement von Fairtrade und Nespresso, um kleinen Bauern direkt zu helfen", fasst Dario Soto Abril, Vorstandschef von Fairtrade International, zusammen.

Kaffeebauer Aki Dadi (mitte) ist Vorsitzender einer Kooperative mit 183 Mitgliedern in Indonesien.

Langfristige Zusammenarbeit für eine nachhaltige Kaffeewirtschaft

Dass Nespresso nur dann langfristig den besten Kaffee liefern kann, wenn entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Nachhaltigkeit gesetzt wird, war dem Unternehmen bereits früh bewusst. Schon im Jahr 2003 schufen Nespresso und die Rainforest Alliance mit dem Nespresso AAA Sustainable Quality Program™ ein umfassendes Nachhaltigkeitsprogramm und damit die Grundlage für viele weitere Projekte und Initiativen in den Anbaugebieten. "Wir wissen, dass ambitionierte Initiativen das Know-How verschiedener sorgfältig ausgesuchter Partner brauchen, deshalb war es ein Anliegen, von Anfang an auf die Unterstützung der Rainforest Alliance zählen zu können", so Ruijgrok.

Das AAA-Programm hat zum Ziel, die Produktivität, Nachhaltigkeit und Kaffeequalität der teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern zu steigern, indem langfristige und direkte Beziehungen zu ihnen aufgebaut und sie vor Ort unterstützt werden. "Das bedeutet auch, durch klimaschonende landwirtschaftliche Praktiken dazu beizutragen, die Widerstandsfähigkeit gegen die negativen Auswirkungen des Klimawandels aufzubauen und die natürliche Umwelt zu schützen", ergänzt Han de Groot, CEO der Rainforest Alliance. Die umfassende Expertise der Rainforest Alliance in Bezug auf nachhaltigen Anbau war dabei die Grundlage für das AAA-Programm: 39 Kriterien, die die Organisation zusammen mit dem Sustainable Agriculture Network definiert hat, bilden das Gerüst für das Konzept. Um die Kriterien zu erfüllen, entwirft ein Netzwerk von über 400  Agrarwissenschaftlerinnen und Agrarwissenschaftlern in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Bauern maßgeschneiderte Aktionspläne.

In Kolumbien soll die Kaffeewirtschaft mit attraktiven Initiativen wieder aufgewertet werden.

So entstand im Rahmen des Programms beispielsweise in einem Anbaugebiet in Kolumbien eine Gemeinschaftsmühle, um die dortigen Bäuerinnen und Bauern bei der Verarbeitung ihrer Ernte zu unterstützen. Tensie Whelan, Präsidentin der Rainforest Alliance, war vor Ort und hat einige kolumbianische Kaffeebauern getroffen, die Teil des AAA-Programms sind: "Ein junger Farmer erzählte mir, dass die meisten seiner Freunde in die Städte ausgewandert sind, weil der Kaffeeanbau als altmodisch gilt. Aber dieser Farmer sagte auch, dass er es als das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit ansieht, dass er mit seiner Farm das Welterbe schütze, dauerhafte Arbeitsplätze schaffe und ein sozialer Unternehmer sei. Und er sei überzeugt, dass er einige seiner Freunde mit dieser Botschaft zurückbringen könne."

Heute nehmen über 100.000 Kaffeebauern aus über 13 Ländern am AAA-Programm teil. Bereits 94 Prozent seines Kaffees bezieht Nespresso von diesen Bäuerinnen und Bauern. Aufbauend auf dem AAA Sustainable Quality™ Program sucht Nespresso gezielt nach weiteren Partnerschaften und Projekten, um auf die vielfältigen Probleme in der Kaffeeproduktion mit passgenauen Lösungsansätzen zu reagieren.


Recycling für den Premiumkaffee

Doch nicht nur in der Produktion, auch in der Verpackung des Kaffees setzt Nespresso auf Nachhaltigkeit. Die kleinen Aluminium-Kapseln, die den Premiumkaffee für den Handel portionieren, hat handfeste Vorteile: Die Kapseln benötigen keine zusätzliche Verpackung, das geringe Gewicht nutzt der Lagerung und der Logistik, und das Aluminium ist "hervorragend recyclingfähig", wie das unabhängige Institut cyclos-HTP urteilte. Das Konzept geht auf: In Deutschland liegt die Rücknahmekapazität seit 1993 bei 100 Prozent, denn dank der freiwilligen Lizensierung beim Grünen Punkt können die Kapseln mit Kaffeesatz über den Gelben Sack, die Gelbe Tonne, Wertstofftonnen und Wertstoffsammelstellen entsorgt werden. Bis 2020 sollen die weltweite Rücknahmekapazität für Nespresso Kapseln von derzeit 86 auf 100 Prozent gesteigert und die Recyclingraten erhöht werden. In Deutschland ist dieses Ziel dank der Zusammenarbeit mit dem Grünen Punkt bereits seit über 25 Jahren erreicht.

Dank der Lizensierung beim Grünen Punkt sind die Aluminium-Kapseln von Nespresso recyclingfähig.

Dabei ist Aluminium kein unumstrittener Stoff. Als eines der sieben Gründungsmitglieder der Aluminium Stewardship Initiative (ASI), die 2014 den ersten internationalen Standard für nachhaltiges Aluminium festlegte, hat Nespresso deshalb das Ziel, die nachhaltige Aluminiumproduktion voranzutreiben – etwa mit dem ASI Assurance Modell, das definieren soll, wie die Einhaltung des ersten internationalen Standards für nachhaltiges Aluminium geprüft und die Zertifizierung erfolgen kann. "Nespresso ist stolz darauf, eine treibende Kraft bei der Entwicklung und Umsetzung der ASI gewesen zu sein", erklärt Mark Ruijgrok. "Gemeinsam haben wir es geschafft, die Vision von verantwortungsvoll hergestelltem Aluminium zu realisieren." Der Kontrollkettenstandard der ASI garantiert, dass das bezogene Aluminium von zertifizierten Herstellern produziert wurde. So können sich die Endkonsumenten sicher sein, dass der Kaffee aus der Kapsel maximal nachhaltig produziert und verarbeitet wurde, bis er frisch zubereitet in die Tasse kommt.

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