Was wäre die Liebe ohne das ewige Chaos der Gefühle? Ist er der Richtige? Ist sie meine Traumfrau? Und dazu die ewig wiederkehrende Frage: Ist es noch Liebe oder nur noch Gewohnheit? Denn das Gefühl frischer Verliebtheit bleibt eben nicht. Stattdessen kommen Alltag und wiederkehrende Muster, ein Gefühl von Geborgenheit und Zuhause - aber eben auch die Unsicherheit, ob diese Beziehung tatsächlich die Beziehung Ihres Lebens ist. Woran erkennt man, dass man in der richtigen Partnerschaft steckt?

Schauen wir uns einmal die Grundpfeiler einer guten Beziehung an:

Das Vertrauen

Vertrauen ist einer der wichtigsten Faktoren zwischen Liebenden. Fehlt es, kann die Liebe noch so groß sein - sie wird mit Sicherheit nicht halten. Wer also an den Aussagen seines Partners zweifelt, das Gefühl hat er müsste ihm nachspionieren oder gar durch Kontrolle von Handy und E-Mail-Postfach die Treue verifizieren, hat schlechte Karten. Fragen Sie sich, ob Sie es für möglich halten, dass Ihr Partner Sie betrügt oder belügt oder ob Sie ihm blind (Ihr Leben an)vertrauen. Denn ohne Vertrauen stockt auch die Liebe.

Der Respekt

Wo die Liebe hinfällt, sollte man ihr beim Aufstehen helfen - und nicht auf sie herabsehen. Oder anders gesagt: Sind Sie mit Ihrem Partner auf Augenhöhe? Oder haben Sie das Gefühl, ihm moralisch  oder intellektuell überlegen zu sein? Das nämlich könnte langfristig zum Verlust von Respekt und Achtung führen. Denn wer sich überlegen fühlt, fühlt sich schnell auch in einer Machtposition, während derjenige, der sich unterlegen fühlt bald an seinem geringen Selbstwertgefühl zu knabbern hat.

Das Miteinander

Die Art, wie in einer Beziehung miteinander gesprochen und umgegangen wird, ist elementar für den Verlauf einer Beziehung. Wenn Sie mit Ihrem Partner einen offenen Umgang pflegen und die Konflikte austragen, solange sie aktuell sind, dann wird die Beziehung nicht an dem Ballast von gestern zu tragen haben. Vermeidungsstrategien hingegen, die dazu dienen, eine konstruierte Harmonie aufrecht zu erhalten, sind der Gesundheit einer Partnerschaft weniger dienlich: Sie machen die Energie zwischen Liebenden zäh und schwer - und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die aufgestauten Konflikte sich ihren Weg nach draußen bahnen.

Die Körperlichkeit

Ungezwungene Körperlichkeit - nicht nur in Form von Sexualität - ist für Liebe unabdingbar. Eine zärtliche Berührung, ein Kuss oder eine fest Umarmung - sie alle sollten sich gut anfühlen, keine Gefälligkeitsdienste sein oder aus Pflichtgefühl entstehen. Wo äußere Distanz herrscht, ist mit Sicherheit innere Distanz vorangegangen. Und auch wenn der Sex mit den Jahren nicht mehr viel Neues bringt - er sollte Spaß machen!

Der Stolz

Wenn Sie sich in der richtigen Beziehung befinden, wird es Ihnen großes Vergnügen bereiten, Ihren Partner in größeren Runden vorzustellen - und ihn dabei nicht nur beim Namen zu nennen, sondern auch zu betonen, dass es Ihr Partner ist. Sie stehen zu Ihrer Liebe und alle Welt soll davon erfahren! Wer also das Gefühl hat, stolz auf seinen Partner sein zu können, ist mit Sicherheit am richtigen Platz!

Die Zeit

Die Frage, ob Sie sich in der richtigen Beziehung befinden ist natürlich auch eine Frage nach der Zeit: Wir haben nur ein Leben - zumindest gehen wir mal davon aus - und niemand möchte dieses gern "vertun". Wenn Sie also an ein Morgen mit Ihrem Partner denken, und dabei lächeln, dann liegen Sie goldrichtig. Und wenn Sie es dennoch schaffen in seiner oder ihrer Gegenwart nicht an das Morgen zu denken - was kann da noch falsch sein?

Von Lea-Patricia Kurz