Stress mit dem Chef, kurzfristige Deadlines und schwierige Meetings - wer nach einem harten Arbeitstag nach Hause kommt, sehnt sich meist nach Ruhe und Entspannung. Doch das Abschalten schaffen die wenigstens. Oft gilt es noch anderweitigen Verpflichtungen nachzukommen: Haushalt, Sport oder die Schulaufgaben der Kinder, Ärger mit dem Vermieter oder andere lästige To-Do-Listen. Und wer dann zu später Stunde erschöpft in die Laken sinkt muss schon ziemlich frisch verliebt sein, um dann noch die Muße für Erotik zu finden - denn mit den Jahren einer Beziehung schwindet auch die Lust aufeinander. Die richtige Stimmung in allen Lebenslagen zu finden, ist eben eine wahre Kunst. Aber die lässt sich zumindest provozieren …

Es beginnt bei Ihnen selbst
Der Weg zu Liebe, Sex und Zärtlichkeit beginnt beim eigenen Körper. Sportlich Aktive brauchen keine Studien darüber, sie spüren es selbst: Wer Sport treibt, hat mehr Lust auf Sex. Wenn Sie sich um sich selbst kümmern, werden Sie sich attraktiver und besser fühlen - und das auch ausstrahlen. Denn aktiv zu sein bedeutet auch, sich aktiv zu fühlen. Die Energien sind im Fluss und Sie werden merken, dass die Motivation zur körperlichen Interaktion deutlich steigt. Dazu eine gesunde Ernährung und all das am besten gemeinsam mit dem Partner - und der erste Schritt ist getan.

Gelegenheiten schaffen
Die Nummer-eins-Killer romantisch-wilder Schäferstündchen sind Stress und Zeitmangel. Sex zwischen den Terminen kann den Leistungsdruck auf beiden Seiten so groß werden lassen, dass aus Lust ganz schnell Frust wird. Hier ist ein bisschen Planung von Vorteil: Verabreden Sie sich mit Ihrem Schatz zum erotischen Date. Engagieren Sie einen Babysitter, buchen Sie ein romantisches Wochenende oder schaufeln Sie sich anders ein paar Stunden frei. Und dann schalten Sie drei Dinge aus: Das Telefon, die Türklingel und den Kopf. Der Rest kommt von allein.

Öfter mal was Neues
Nichts ist abtörnender, als ewig dieselbe Leier. Bringen Sie also etwas Kreativität in Ihr Liebesspiel. Überraschen Sie sich und Ihre Liebste mit etwas Neuem: Ob Ortswechsel, Liebesspielzeug oder Rollenspiel - Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Manchmal kommt die Lust beim Machen. Werfen Sie Ihre Hemmungen über Bord und probieren Sie aus, was Ihnen vielleicht gefällt, ohne dass Sie es wussten.

Küssen Sie, als gäbe es kein Morgen
Eines der wichtigsten Vorspiele ist und bleibt der Kuss. Doch leider geht auch ihm mit der Länge der Beziehung die Luft aus. Erinnern Sie sich wieder an die ersten Küsse voller Leidenschaft und Vorfreude. Küsse sind wie Vertragsverhandlungen - eine atemberaubende Debatte der Körperlichkeit. Machen Sie sich das zunutze und widmen Sie dem Küssen im Alltag wieder die Aufmerksamkeit, die ihm eigentlich zusteht: Mit Blickkontakt und nonverbalen Versprechen. Sie werden sehen, die Lust auf Ihren Partner steigt ins Unermessliche.

Das temporäre Zölibat
Es klingt komisch, ist es aber nicht. Denn meist begehren wir das, was wir nicht haben können, am meisten. Machen Sie also gemeinsam mit Ihrem Partner eine Art Spiel aus der körperlichen Abstinenz. Kein Sex für einen bestimmten Zeitraum, den Sie gemeinsam bestimmen: Lang genug, dass es zu kribbeln beginnt, aber kurz genug, dass das Spiel noch Spaß macht.

Von Lea-Patricia Kurz