„Tanze Samba mit mir, Samba, Samba die ganze Nacht!" Oh, ja. Die heißen Tänze Lateinamerikas inspirieren nicht nur Künstler wie Tony Holiday. Nein, auch wenn es um Lust und Liebe geht, spielen sie eine große Rolle. Nicht umsonst werden Tänze wie der Tango als leidenschaftlich und erotisch bezeichnet. Und auch Salsa hat einen feurigen Ruf als Tanz der Liebe zu verteidigen. Kein Wunder also, dass auch er wieder und wieder zu Rate gezogen wird, wenn in der Beziehung Flaute herrscht.

Alltag stellt sich in einer Partnerschaft schneller ein, als einem lieb ist. Dann ist sie vorbei die Zeit des unbekannten Gegenübers, der flatternden Schmetterlinge und der rosa gefärbten Wahrnehmung. Und auch wenn eine gewisse Routine in der Partnerschaft ein Zeichen von Gemeinschaft und Zugehörigkeit sein kann, so schadet es nie, die Türen der Liebe weit zu öffnen und frischen Wind durchs Haus ziehen zu lassen. Probieren Sie es einmal mit einem Tanzkurs. Warum? Ganz einfach:

Einen neuen Blick erlangen
Der Gedanke die Beziehung aufzufrischen, ist am einfachsten in die Tat umzusetzen, wenn Sie sich neuen Impulsen aussetzen. Gemeinsam etwas Neues zu lernen wird Sie aus dem gewohnten Trott herausreißen. Sie erleben nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Partner in einer ganz neuen Situation - und werden ihn mit ganz neuen Augen sehen und erkennen. Ab und zu die Perspektive zu ändern, kann nie schaden - schon gar nicht in einer Partnerschaft. Sie werden staunen, wie sich Ihre eigene Ausstrahlung, aber auch die Ihres Partners, im Laufe eines lateinamerikanischen Tanzkurses verändert.

Das Spiel mit der Rollenverteilung
Die Emanzipation der Frau hat viel verändert. Das Bewusstsein für Gleichberechtigung und sozialisierte Rollen hat sich verstärkt, und auch, wenn es in Gesellschaft und Arbeitsleben noch viel zu verändern gilt, so leben in der Liebe die meisten Paare inzwischen auf Augenhöhe miteinander. Beim Tanzen führt noch immer klassischerweise der Mann die Dramaturgie des Tanzes. Er bestimmt die Richtung, in die sie geht und bestimmt Ab- und Verlauf des Miteinanders. Tanzen ist also eine gute Gelegenheit,sich einmal in alte, traditionelle Rollen hineinfallen zu lassen, und zu sehen, wie es sich anfühlt zu dominieren bzw. dominiert zu werden.

Tanz der Hormone
Nicht zuletzt ist ein gemeinsamer lateinamerikanischer Tanzkurs ein schönes Spiel mit dem Feuer. Sich zusammen der Sinnlichkeit fremdländischer Rhythmen hinzugeben, kann zu einem großen Abenteuer für Ihre Beziehung werden. Auch die Wissenschaft hat inzwischen erkannt, dass Musik für den Abbau des Stresshormons Cortisol sorgt und den Testosteronspiegel bei Männern und Frauen allein durch den Kontakt und die Bewegung mit dem Partner ansteigen lässt. Tanzen fördert das Körperbewusstsein - und das kommt auch der Beziehung wieder zugute. Spätestens dann, wenn Sie wieder zu Hause sind …

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt
Und wer jetzt immer noch skeptisch ist, der sollte vielleicht einfach mal über seinen eigenen Schatten springen und alle Argumente in einem kostenlosen Schnupperkurs selbst verifizieren. Diese werden von fast allen Tanzschulen angeboten. Danach lässt sich immer noch mosern und in die Einöde grauen Liebesalltags zurückkehren. Vielleicht haben Sie dann aber auch Feuer gefangen!

Von Lea-Patricia Kurz